Universität Münster sichert Exzellenzcluster trotz gemischter Förderbilanz
Salvatore HarloffUniversit├Ąt Münster erlebt Führungswechsel - Universität Münster sichert Exzellenzcluster trotz gemischter Förderbilanz
Die Universität Münster verzeichnet in ihrer jüngsten Offensive zur Einwerbung von Forschungsmitteln gemischte Ergebnisse. Zwar konnte sie sich in der aktuellen Runde nur einen der angestrebten Exzellenzcluster sichern, doch ihre Forschungsstrategie hat sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestärkt. Gleichzeitig steht die Hochschule vor einem Führungswechsel: Noch in diesem Jahr soll ein neuer Rektor gewählt werden.
Einziger Erfolg in der aktuellen Förderrunde war der Exzellenzcluster Mathematik Münster: Dynamik – Geometrie – Struktur. Dieser Erfolg ist Teil einer breiter angelegten Initiative zur Ausweitung der Forschung, zu der auch die Verlängerung des Clusters Religion und Urbanität (2020–2026) gehört, der jährlich über 10 Millionen Euro an Fördergeldern einwirbt. Im Vergleich zu anderen Universitäten wie der FU Berlin schneidet Münster bei der Bewilligung von Anträgen laut Bewertung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) überdurchschnittlich gut ab.
Besonders die interdisziplinäre Ausrichtung auf urbane und religionswissenschaftliche Studien hat das Profil der Universität geschärft. Die eingeworbenen Mittel liegen mittlerweile über dem Bundesschnitt – ein Zeichen für die strategische Neuausrichtung der Forschungsprioritäten.
Zudem steht ein Wechsel an der Spitze bevor: Die Amtszeit des aktuellen Rektors endet 2026, die Wahl seines Nachfolgers ist für den 28. November angesetzt. Als favorisierte Kandidatin gilt Susanne Menzel-Riedl, die derzeit Präsidentin der Universität Osnabrück ist.
Die Wahl des neuen Rektors im November leitet die nächste Phase für die Universität ein. Mit einem gesicherten Exzellenzcluster und einer starken Bilanz bei der Drittmitteleinwerbung scheint Münsters Forschungsweg auf weiteren Wachstumskurs. Die künftige Führung wird die Aufgabe haben, die jüngsten Erfolge der Hochschule auszubauen.






