14 January 2026, 14:39

Thyssenkrupp streicht 11.000 Jobs und drosselt Stahlproduktion radikal

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines geschäftigen Stahlwerks aus den 1910er Jahren mit zahlreichen Arbeitern, Pfählen und industrieller Ausrüstung.

Thyssenkrupp's Steel Unit Launches Tough Restructuring - Thyssenkrupp streicht 11.000 Jobs und drosselt Stahlproduktion radikal

Thyssenkrupp Steel streicht 11.000 Stellen und drosselt die Produktion im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Der Schritt folgt einem deutlichen Rückgang der Stahlnachfrage und fallenden Preisen in ganz Europa. Das Unternehmen will damit seine Position auf einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt sichern.

Die Belegschaft soll von derzeit rund 27.000 Beschäftigten auf nur noch 16.000 reduziert werden. Die Stellenstreichungen erfolgen über freiwillige Aufhebungsverträge, Ausgliederungen und Personalabbau bei Tochtergesellschaften. Die Gewerkschaft IG Metall hat sich auf harte Bedingungen verständigt, die sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen bis September 2030 Stabilität garantieren sollen.

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Auch die Produktionskapazitäten werden deutlich verringert: Die jährliche Ausbringungsmenge sinkt von 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen. Parallel dazu hat Thyssenkrupp Steel seinen langfristigen Liefervertrag mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) vorzeitig gekündigt – wirksam zum Ende des Jahres 2032.

Thyssenkrupp hält derzeit 50 Prozent der Anteile an HKM, die übrigen Anteile liegen bei der Salzgitter AG und Vallourec. Die Umstrukturierung erfolgte nach Verhandlungen mit der IG Metall, die Abfindungsregelungen und betriebliche Anpassungen für die betroffenen Mitarbeiter durchsetzte.

Das Unternehmen erwartet, dass die Maßnahmen seine Marktposition in Europa stärken werden. Mit weniger Beschäftigten und geringerer Produktion will Thyssenkrupp Steel künftig effizienter und wettbewerbsfähiger agieren. Die Umstrukturierungsvereinbarung gilt bis 2030 und bildet den Rahmen für den Wandel.