06 March 2026, 20:11

Thomas Brezina über Lilo, Kindheit und warum soziale Medien nicht nur schlecht sind

Ein Plakat mit einem Zitat aus 'Building a Better America', das lautet: 'Wir müssen soziale Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.'

Thomas Brezina über Lilo, Kindheit und warum soziale Medien nicht nur schlecht sind

Der Autor Thomas Brezina war kürzlich bei ServusTV zu Gast, wo er über sein Werk und seine Sicht auf die Kindheit in der heutigen Welt sprach. Im Gespräch mit Moderatorin Monika Gruber ging es von seiner berühmten Knickerbocker-Bande-Reihe bis hin zur Rolle sozialer Medien. Besonders auffällig war Brezinas warme und einnehmende Art während des Interviews.

Brezina verriet, dass seine Entscheidung, Lilo zur Anführerin der Knickerbocker-Bande zu machen, auf massive Kritik stieß. Viele sagten voraus, dass dieser Schritt scheitern würde – doch am Ende fand er bei den Zuschauern großen Anklang. Im Laufe der Jahre hätten ihm Frauen erzählt, dass Lilos Führungsrolle ihnen Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten gegeben habe, so Brezina.

Im Gespräch äußerte sich der Autor auch zu moderner Erziehung. Er argumentierte, dass Kinder nicht ständig mit Gesprächen über eine "Klimakatastrophe" überfordert werden sollten. Stattdessen plädiert er für einen Ausgleich zwischen Bewusstsein und einem Gefühl von Sicherheit. Seine Haltung stellt die Vorstellung infrage, eine "heile Kinderwelt" um jeden Preis bewahren zu müssen.

Zu sozialen Medien vertritt Brezina eine differenzierte Position. Zwar räumt er deren Schattenseiten ein, bestehe aber darauf, dass sie nicht per se schädlich seien. Diese Sichtweise steht im Kontrast zu Grubers üblicher Herangehensweise bei ServusTV, wo sie sonst oft Gäste einlädt, die polarisierende Themen meiden.

Gruber selbst sorgt immer wieder mit provokanten Aussagen für Schlagzeilen. So bezeichnete sie Wähler der deutschen Grünen einst als die "dümmersten Kälber" und hinterfragte, ob Kondensstreifen über München normal seien. Trotz ihres polarisierenden Stils blieb das Gespräch mit Brezina sachlich und konzentrierte sich auf dessen Werk und Philosophie.

Die Diskussion unterstrich Brezinas anhaltenden Einfluss durch Figuren wie Lilo, die bereits vor Jahrzehnten Erwartungen widerlegte. Seine Ansichten zu Kindheit und Technologie bieten eine ausgewogene Perspektive in einer oft gespaltenen Debatte. Grubers Plattform hingegen zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich – sei es durch Kontroversen oder durch nachdenkliche Gespräche.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle