07 May 2026, 08:11

Tausende protestieren gegen Merz' umstrittene Migrationsaussagen in Köln und Münster

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration gegen die Anti-Kriegs-Bewegung in Berlin, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen und Skulpturen aufweist.

Rund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Tausende protestieren gegen Merz' umstrittene Migrationsaussagen in Köln und Münster

Rund 2.400 Menschen gingen diese Woche in Köln und Münster auf die Straße, um gegen jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur städtischen Situation in Deutschland zu protestieren. Die Demonstrationen folgten auf Merz’ umstrittene Aussagen, in denen er soziale Probleme mit Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus in Verbindung brachte – was scharfe Kritik von Politikern und Aktivisten auslöste.

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Die Proteste begannen, nachdem Merz am Montag angedeutet hatte, Kritiker sollten ihre Töchter fragen, was er mit seinen Bemerkungen gemeint habe. Seine Aussagen, in denen er städtische Missstände mit Migranten verknüpfte, die angeblich nicht arbeiteten oder sich nicht an deutsche Gesetze hielten, sorgten umgehend für Empörung. Bis Mittwoch versuchte er, seine Position zu präzisieren, und betonte, es gehe speziell um Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus.

In Münster trotzten etwa 1.400 Demonstranten starkem Regen und heftigem Wind und hielten Schilder mit Aufschriften wie „Schmerzgrenze von allen Töchtern bestätigt“ oder „Ene, mene, Merz muss weg“. Trotz des unwirtlichen Wetters blieb die Kundgebung friedlich. In Köln trugen Protestierende Plakate mit Parolen wie „Weniger Merz im Stadtbild“ oder „Nicht mein Kanzler“.

David Sperling, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Münster, verurteilte die Protestrufe als verleumderisch und überzogen. Carsten Peters, Grünen-Stadtrat, warf Merz vor, er schüre Spaltung und stärke damit rechtsextreme Gruppen. Die Organisatoren warfen dem Kanzler zudem vor, Ängste um die Sicherheit von Frauen auszunutzen, um ausgrenzende Politik zu betreiben.

Die Demonstrationen zeigten, wie tief die Gesellschaft in der Bewertung von Merz’ Aussagen gespalten ist. Kritiker bemängeln, seine Äußerungen könnten soziale Spannungen weiter anheizen. Zwar blieben die Proteste friedlich, doch die politischen Folgen halten an: Opposition und Aktivisten fordern von der Regierung klarere und inklusivere Lösungen.

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