Streit um Umgestaltung der Altenberger Domstraße: CDU wirft Stadt mangelnde Bürgerbeteiligung vor
Janin FinkeStreit um Umgestaltung der Altenberger Domstraße: CDU wirft Stadt mangelnde Bürgerbeteiligung vor
Die Pläne zur Neugestaltung der Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach haben Kritik von der CDU-Fraktion ausgelöst. Diese wirft dem Projekt vor, die Bedürfnisse von Anwohnern, lokalen Unternehmen und Schulkindern von Borussia Mönchengladbach nicht ausreichend zu berücksichtigen. Obwohl die Bauarbeiten am 19. Januar 2026 beginnen sollen, sind Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und planerischer Mängel weiterhin ungelöst.
Die Stadtverwaltung unter der Leitung von Dezernent Ragnar Migenda hat die erste Phase der Umgestaltung abgeschlossen. Ab nächster Woche wird zunächst nur der südöstliche Gehweg im nördlichen Abschnitt – zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße – erneuert. Zudem wird die Einbahnstraßenregelung umgekehrt: Der Verkehr in Richtung Odenthal bleibt auf der Straße, während der Verkehr nach Köln und Gladbach über Schlebusch umgeleitet wird. Die Behörden betonen, dass diese Maßnahme Staus in den Nebenstraßen verringern soll, bevor es zu einer vollständigen Sperrung kommt.
Die CDU hingegen kritisiert, dass die Pläne überstürzt umgesetzt und ohne ausreichende Bürgerbeteiligung beschlossen wurden. Harald Henkel, Ratsmitglied für Schildgen und stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, bemängelt, dass Anwohner bei den Entscheidungen nicht einbezogen wurden. Zwar gab es Informationsveranstaltungen, doch Bürger berichten, ihre Anliegen seien ignoriert worden. Besonders problematisch sei die plötzliche Sperrung eines wichtigen Weges, die unsichere neue Schulwege für Schüler der Concordiaschule zur Folge habe.
Auch die Finanzierung des Projekts sorgt für Streit. CDU und FDP hinterfragen, wie die Umgestaltung bezahlt werden soll, während die CDU der SPD und den Grünen vorwirft, frühere Forderungen nach einer praxisnäheren Lösung blockiert zu haben. Die Verwaltung steht nun unter Druck, die aufgeworfenen Probleme zu lösen, bevor die Arbeiten weiter voranschreiten.
Die Stadt muss nun zügig handeln, um die festgestellten Mängel zu beheben. Sichere Schulwege und eine bessere Abstimmung mit den Anwohnern haben höchste Priorität. Ohne Nachbesserungen drohen weitere Verzögerungen und wachsende Unzufriedenheit bei den Betroffenen.






