Streit um Parkplatzverluste: Ohligser Stadtzentrum vor radikaler Umgestaltung
Toralf ZänkerStreit um Parkplatzverluste: Ohligser Stadtzentrum vor radikaler Umgestaltung
Die Pläne zur Neugestaltung des Ohligser Stadtzentrums haben für Kontroversen gesorgt, nachdem der Bezirksrat eine entscheidende Abstimmung über die aktuellen nachrichten verschoben hat. Der CDU-Bezirksbürgermeister Lars Westkämper kritisierte die Vorschläge scharf und warnte, dass dadurch bis zu 170 Parkplätze wegfallen könnten. Die nachrichten aktuell bezeichnete er als Angriff auf lokale Unternehmen und Anwohner.
Die Stadtverwaltung drängt auf eine Entscheidung bis Februar, um den überarbeiteten Zeitplan bis Juni einhalten zu können. Westkämper betont jedoch, dass Qualität Vorrang vor Tempo haben müsse.
Streitpunkt ist der Tagesordnungspunkt "Umgestaltung der Zufahrtswege im Ohligser Stadtzentrum", dessen Behandlung bei der letzten Sitzung des Bezirksrats OAM vertagt wurde. Die CDU-Fraktion lehnte die Vorlagen in ihrer jetzigen Form als "inakzeptabel" ab und forderte Nachbesserungen am lokalen Verkehrsplan.
Laut aktuellen Zahlen könnte allein die Umgestaltung des Cityrings etwa 70 Parkplätze kosten. Eine separate Fahrradroute, die sogenannte Veloroute, könnte weitere 100 Parkplätze eliminieren. Westkämper wirft der Stadtverwaltung vor, diese Verluste herunterzuspielen und betroffene Händler sowie Anwohner nicht ausreichend einbezogen zu haben.
Er verwies darauf, dass der Einzelhandel in Ohligs ohnehin schon unter Druck stehe. Weitere Parkplatzkürzungen, so seine Warnung, würden die wirtschaftliche Belastung für die lokalen Geschäfte weiter verschärfen. Während die Verwaltung auf eine schnelle Entscheidung pocht, um den aktualisierten Zeitplan bis zum 14. Juni einzuhalten, mahnte Westkämper zur Geduld. Er forderte einen "vernünftigen Kompromiss", der alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt, statt überstürzte Änderungen, die die Spannungen noch verstärken könnten.
Gleichzeitig signalisierte Westkämper Gesprächsbereitschaft für Alternativen. Seine Priorität bleibe es, die Interessen von Unternehmen und Anwohnern zu wahren, ohne die Bedürfnisse von Radfahrern und Autofahrern außer Acht zu lassen.
Durch die Vertagung der Abstimmung gibt es vorerst keine unmittelbaren Veränderungen. Die Verwaltung strebt weiterhin eine Entscheidung im Februar an, doch der Widerstand von Westkämper und der CDU-Fraktion deutet auf Überarbeitungen hin. Jeder endgültige Plan wird die Parkplatzsorgen berücksichtigen müssen, ohne die Fristen für die Verkehrsplan-Aktualisierung zu gefährden.






