Streit um illegalen Fußballplatz im Stuttgarter Garten eskaliert
Toralf ZänkerStreit um illegalen Fußballplatz im Stuttgarter Garten eskaliert
Eine Familie in Stuttgart errichtet ohne Genehmigung einen Fußballplatz im Baldur Garten – die Familienkasse hält ihn für rechtswidrig
Im Garten einer Familie in Stuttgart steht seit Kurzem ein privater Fußballplatz – doch der 16 mal 8 Meter große Aufbau mit Toren, Flutlicht und Vereinslogo verstößt nach Ansicht der Familienkasse gegen das Baurecht. Anwohner beschweren sich zudem über Lärmbelästigung durch die Spiele.
Die Familie Salomon hatte die Anlage für ihre Kinder errichtet, die sie täglich nutzen. Der Platz verfügt über zwei Tore mit Netzen, Banden mit dem Logo von Borussia Dortmund sowie Flutlicht für abendliche Partien. Eine Genehmigung für den Bau hatte die Familie jedoch nicht eingeholt.
Die Familienkasse stuft den Platz in einem reinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan als unzulässig ein. Die örtlichen Behörden empfehlen, einen nachträglichen Antrag abzulehnen. Unterstützt wird diese Haltung durch Beschwerden von Nachbarn, die sich über den Lärm durch die Fußballspiele beklagen.
Auch der Kreis Warendorf wird voraussichtlich gegen den Platz Stellung beziehen. Die Familie gibt sich dennoch kämpferisch: Selbst bei einer Ablehnung des Antrags wolle man den Platz weiter betreiben, damit die Kinder dort weiterspielen können.
Bisher gibt es keine Unterlagen darüber, wie Stuttgart in der Vergangenheit mit ähnlichen Fällen nicht genehmigter Sportanlagen in Gärten umgegangen ist.
Über das weitere Schicksal des Platzes entscheidet nun die endgültige Haltung des Kreises. Sollte der Antrag abgelehnt werden, könnte die Familie den Platz zwar weiter nutzen – müsste aber mit möglichen ordnungsrechtlichen Maßnahmen rechnen. Der Fall zeigt die Spannungen zwischen privater Freizeitgestaltung und den Vorgaben des Wohngebietsrechts auf.






