29 December 2025, 11:37

Streit um Habeck-Doku: 270.000 Euro öffentliche Fördergelder für Wahlkampf-Film

Eine Person steht auf der Bühne und spricht, während eine andere Person auf einem Fahrzeug hinter ihnen ist, blaue Vorhänge, Scheinwerfer und ein Banner im Hintergrund.

Streit um Habeck-Doku: 270.000 Euro öffentliche Fördergelder für Wahlkampf-Film

Ein neuer Dokumentarfilm über den ehemaligen deutschen Vizekanzler Robert Habeck hat für Kritik gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass Euro an öffentlichen Fördermitteln seine Produktion mitfinanziert haben. Der unter dem Titel 'Jetzt. Wohin?' veröffentlichte Film begleitet Habecks Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl im Februar 2025. Für die Produktion flossen über 270.000 Euro an öffentlichen Fördermitteln – was Vorwürfe politischer Voreingenommenheit und einer zweifelhaften Verwendung von Euro auslöste.

An der Finanzierung beteiligten sich drei öffentliche Institutionen: der Deutsche Filmförderfonds (102.000 Euro), die Filmförderungsanstalt (93.793,95 Euro) und die Film- und Medienstiftung NRW (75.000 Euro). Habeck selbst erhielt für seine Mitwirkung keine Vergütung, doch die Verwendung staatlicher Euro sorgt dennoch für Kontroversen.

Kritiker wie der Unternehmer Rainer Zitelmann fordern ein Ende der Filmsubventionen und werfen vor, die Förderung diene einer 'Personenverehrung' des Grünen-Politikers. Rechtspopulistische Kommentatoren unterstellen Habeck, er nutze öffentliche Mittel für ein selbstinszeniertes Wahlkampfinstrument. Der vor der Premiere am 7. Dezember veröffentlichte Trailer wurde auf YouTube bereits 20.000 Mal aufgerufen. Die Förderentscheidung hat zudem die Debatte über Transparenz im deutschen Filmsubventionssystem neu entfacht. Zwar betonen die Geldgeber, das Verfahren sei regelkonform abgelaufen, doch die Namen der Jurymitglieder, die die Mittel bewilligten, wurden nicht veröffentlicht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Veröffentlichung des Films fällt in eine Phase, in der sich Habeck auf die anstehende Wahl vorbereitet. Die Finanzierung wirft Fragen nach der Grenze zwischen politischer Selbstdarstellung und öffentlicher Kunstförderung auf. Die Premiere am 7. Dezember dürfte die Diskussion weiter anheizen.