23 March 2026, 20:27

Strack-Zimmermann will FDP-Chefin werden – und stellt Machtkämpfe infrage

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Publikum jubeln, mit einem Podium, einem Mikrofon und einer Tafel mit Text auf der rechten Seite und Stühlen, einer Fahne, einer Wand, Fenstern und Lichtern im Hintergrund.

Strack-Zimmermann will FDP-Chefin werden – und stellt Machtkämpfe infrage

Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Kandidatur für den FDP-Vorsitz bekannt gegeben. Sie kritisierte Bewerber, die persönliche Ambitionen über die Zukunft der Partei stellen. Ihre Entscheidung fällt in eine Phase innerparteilicher Zerwürfnisse und jüngster Wahlniederlagen.

Erste Berichte über ihre Kandidatur tauchten am Montagnachmittag in mehreren Medien auf. Strack-Zimmermann leitet derzeit den Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments – eine Aufgabe, die sie als anspruchsvoll beschrieb. Trotz ihrer hohen Arbeitsbelastung bestätigte sie ihre Bereitschaft, Führungsverantwortung zu übernehmen.

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Die FDP kämpft seit März 2026 mit tiefgreifenden internen Konflikten. Christian Dürr war nach Wahlniederlagen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg als Parteivorsitzender zurückgetreten. Parteimitglieder wie Berlins Christoph Meyer fordern vor dem für Mai 2026 geplanten Parteitag eine sichtbare Erneuerung. Innerhalb der FDP wird weiterhin diskutiert, ob der Kurs stärker libertär oder traditionell liberal ausgerichtet sein soll. Zu den Kritikern gehört auch der ehemalige Verkehrsminister Volker Wissing.

Strack-Zimmermann machte deutlich, dass sie Bewerber ablehne, die den Führungsstreit für persönliche Machtkämpfe nutzen. Stattdessen betonte sie ihr Ziel, die Zukunft des organisierten Liberalismus mitzugestalten. Zudem zeigte sie sich offen für ein Doppelspitzenmodell, sofern die Partei dies unterstützt.

Ihre Kandidatur kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die FDP. Vor dem anstehenden Parteitag muss die Partei Führungslücken schließen und strategische Richtungsstreitigkeiten beilegen. Strack-Zimmermanns Bewerbung könnte die Ausrichtung der deutschen Liberalen in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.

Quelle