03 March 2026, 14:01

Stadt Willich stimmt einstimmig für Straßenbahnverlängerung nach Krefeld

Eine Schwarz-Weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Stadtmerkmale zeigt.

Stadt Willich stimmt einstimmig für Straßenbahnverlängerung nach Krefeld

Die Pläne zur Verlängerung der Straßenbahnlinie S42 von Krefeld nach Willich haben einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht: Der Rat der Stadt Willich hat das Vorhaben einstimmig unterstützt. Die Entscheidung, die bereits im Januar von der SPD mitgetragen wurde, ebnet den Weg für eine detaillierte Prüfung – allerdings sind bisher keine Mittel bewilligt worden. Noch ausstehend ist die Zustimmung des Landes Nordrhein-Westfalen, ohne die keine Bauarbeiten beginnen können.

Der Fortschritt des Projekts folgt einem Wahlversprechen, die Verkehrsanbindung zwischen den beiden Städten zu verbessern. Der Willicher Rat überwies den Antrag an den Planungsausschuss und betonte die Notwendigkeit einer neutralen Bewertung. Finanzielle Zusagen gab es nicht; stattdessen pochten die Verantwortlichen auf eine gründliche Voruntersuchung.

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Krefeld rät unterdessen, zunächst die landesweite Bedarfsanalyse für den öffentlichen Nahverkehr abzuwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden. Beide Städte müssen sich nun auf eine gemeinsame Machbarkeitsstudie verständigen, die auch klare Regelungen zur Kostenaufteilung enthält. Der SPD-Abgeordnete Lukas Siebenkotten bezeichnete diese nächste Phase als 'sinnvoll und notwendig' und verwies auf die Bedeutung einer soliden Finanzplanung.

Im Rahmen der Prüfung werden Fördermöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und potenzielle Vorteile für die Einwohner beider Kommunen abgewogen. Angesichts knapper Haushalte wird es entscheidend sein, dass Krefeld und Willich die Kosten paritätisch tragen. Vergleichbare Projekte in anderen Regionen NRWs wurden bisher nicht als Referenz herangezogen, sodass das Ergebnis bis zum Abschluss der Studie offenbleibt.

Die Verlängerung bleibt damit vorerst unter Vorbehalt – weder eine Genehmigung noch ein Baubeginn sind gesichert. Die endgültige Entscheidung hängt von der Landesbewertung und den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie ab. Der Fokus liegt derzeit auf der Datenerhebung, nicht auf der Mittelbeschaffung oder dem Start der Arbeiten.