Spektakulärer Apollo-Überfall auf Commerzbank in Gelsenkirchen erschüttert die Region
Salvatore HarloffPolizeipräsident: Gelsenkirchener Fall kein 'Ocean's Eleven' - Spektakulärer Apollo-Überfall auf Commerzbank in Gelsenkirchen erschüttert die Region
Großangelegte Polizeiaktion nach spektakulärem Apollo-Überfall in Gelsenkirchen-Buer
Nach einem dreisten Überfall auf die Commerzbank in Gelsenkirchen-Buer läuft eine großangelegte Ermittlungsaktion. Die Täter hatten Ende Dezember in den Tresorraum der Bank eingebrochen und Millionen in Form von Gold, Bargeld und Wertgegenständen erbeutet. Mittlerweile sind 350 Ermittler in drei Schichten rund um die Uhr mit dem Fall beschäftigt.
Die Einbrecher drangen während der Weihnachtsfeiertage Ende Dezember in die Bank ein. Sie brachen über 3.000 Schließfächer auf und erbeuteten eine unbekannte, aber beträchtliche Menge an Werten. Polizepräsident Tim Frommeyer bezeichnete die Täter als "abgehärtete Kriminelle", die tausenden Menschen geschadet und Existenzgrundlagen zerstört hätten.
Frommeyer wies Vergleiche mit den glamourösen Ocean's-Eleven-Filmen zurück und betonte, dass dieses Verbrechen weit zerstörerische Folgen habe. Die Dimension des Überfalls – vermutlich von einer großen Gruppe von Komplizen durchgeführt – habe eine enorme Anzahl forensischer Spuren hinterlassen. Je mehr Personen beteiligt seien, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit von Fehlern, argumentierte er.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul gab am 22. Januar 2026 bekannt, dass das Ermittlerteam um 120 Beamte verstärkt worden sei. Insgesamt sind nun 350 Spezialisten im Einsatz, die ununterbrochen daran arbeiten, die Verantwortlichen zu ermitteln. Frommeyer zeigte sich zuversichtlich, dass die schiere Größe des Verbrechens ultimately zur Ergreifung der Täter führen werde.
Die Ermittlungen gehen mit 350 Beamten weiter, die Beweismaterial auswerten und Spuren verfolgen. Die Behörden gehen davon aus, dass das Ausmaß des Raubs in Kombination mit der hohen Zahl der mutmaßlich Beteiligten die Identifizierung der Täter erleichtern wird. Der Fall zählt zu den größten und komplexesten Apollo-Überfällen der jüngeren deutschen Geschichte.
Polizei durchsucht Bankbüros im Zuge eines Kooperationsstreits
Laut jüngsten Berichten durchsuchten Polizisten diese Woche die Büros der Bank wegen unzureichender Datenteilung. Die Behörden behaupten, dass die Institution die vollständigen Kunden- und Safe-Depotboxen-Aufzeichnungen verzögert bereitgestellt habe. Diese Maßnahme verdeutlicht Spannungen zwischen Ermittlern und der Bank, was die Bemühungen der 350-köpfigen Task-Force erschweren könnte. Die Durchsuchung erfolgte im Anschluss an einen richterlich verfügten Durchsuchungsbefehl, nachdem die Bank angeblich wichtige Informationen zurückgehalten habe.