30 January 2026, 04:33

SPD Rhein-Berg warnt vor Normalisierung rechtsextremer Positionen in der Demokratie

Ein alter Umschlag mit rotem Rand und einer Briefmarke, beschriftet mit "Banquet Electoral des Democrats Socialists".

SPD Rhein-Berg warnt vor Normalisierung rechtsextremer Positionen in der Demokratie

Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg hat eine deutliche Warnung vor der wachsenden Akzeptanz rechtsextremer Strömungen ausgesprochen. Bei einer jüngsten Veranstaltung kritisierte das Parteimitglied Lindh die Normalisierung radikaler Positionen als direkte Bedrohung für die Demokratie. In seiner Rede betonte er die Notwendigkeit eines aktiven Widerstands statt einer bloßen defensiven Haltung gegenüber demokratischen Werten.

Lindh bezeichnete die Alternative für Deutschland (AfD) eingangs als eine Partei, die gezielt Desinformation verbreitet und sich mit autoritären Regimen verbündet. Er warf der Gruppe vor, Netzwerke mit Demokratiegegnern zu knüpfen, während sie ihre Agenda hinter einer vorgetäuschten Vaterlandsliebe verbirgt. Seiner Ansicht nach lehnt die AfD Vielfalt ab und verweigert die Solidarität mit marginalisierten Gemeinschaften.

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Er warnte davor, dass Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und Lügen zunehmend als normal hingenommen werden. Mit einem prägnanten Satz erklärte er: "Es ist nicht das Normale, das extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird." Lindh unterstrich, dass die Auseinandersetzung mit der AfD keine politische Taktik sein dürfe, sondern eine verfassungspolitische Pflicht aller Demokraten.

Auf der Veranstaltung trat auch der Poetry-Slam-Künstler Luca Swieter auf, der vereinfachte Reaktionen auf demokratische Krisen kritisierte. In seinem Auftritt forderte er zu schärferem kritischen Denken auf und rief das Publikum dazu auf, politische Täuschungsmanöver abzulehnen. Swieters Botschaft kreiste um Zusammenhalt und die Notwendigkeit, irreführende Erzählungen in der öffentlichen Debatte zu hinterfragen.

Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg bekräftigte sein Bekenntnis zum Verfassungspatriotismus und einer inklusiven Gesellschaft. Mit Blick auf das Jahr 2026 versprach die Gruppe, weiterhin entschlossen gegen rechtsextreme Einflüsse vorzugehen und eine auf Solidarität gegründete Gesellschaft zu verteidigen.

Die Warnung der SPD erfolgt zu einer Zeit, in der rechtsextreme Rhetorik in öffentlichen Debatten an Einfluss gewinnt. Sowohl Lindhs Rede als auch Swieters Auftritt unterstrichen die Gefahren einer gleichgültigen Haltung angesichts des Extremismus. Die Erklärung des Kreisverbands deutet auf anhaltenden Widerstand gegen die Normalisierung radikaler Positionen in den kommenden Jahren hin.