Solingen trauert um Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver – ein Leben für Bildung und Gemeinwohl
Janin FinkeSolingen trauert um Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver – ein Leben für Bildung und Gemeinwohl
Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker und Unfallchirurg, ist verstorben. Der leidenschaftliche Förderer Solingens prägte über Jahrzehnte das Bildungswesen, das Gesundheitswesen und das kulturelle Leben der Stadt. Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – eine Würdigung seines unermüdlichen Engagements für das Gemeinwohl.
Müller-Stöver trat am Neujahrstag 1963 in die SPD ein und begann damit eine lange politische Laufbahn. Schnell avancierte er zu einer prägenden Figur der Partei: Zunächst als Vorsitzender des Ortsvereins Wald, später als Kreisvorsitzender in Solingen. Über 15 Jahre führte er den SPD-Ortsverband Wald und setzte sich nachhaltig für kommunale Projekte ein.
Doch sein Wirken beschränkte sich nicht auf die Parteiarbeit. Besonders im Bildungsbereich hinterließ er Spuren: Als engagierter Förderer der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule begleitete er deren Entwicklung maßgeblich. Bildung als Schlüssel zu Chancengleichheit war ihm ein zentrales Anliegen – ebenso wie die kulturelle Bereicherung der Stadt.
Als praktizierender Unfallchirurg brachte Müller-Stöver medizinische Expertise in die öffentliche Debatte ein. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Städtischen Klinikums Solingen gestaltete er die Gesundheitspolitik der Region mit. Sein pragmatischer Einsatz galt auch Rettungs- und Sanierungsprojekten: So setzte er sich für den Erhalt der evangelischen Kirche in Wald ein und trieb die Wiedereröffnung des Freibads Ittertal voran.
Politisch wirkte er als Stadtrat und Kreistagsabgeordneter, stets getrieben von sozialdemokratischen Werten. Sein Wirken prägt die Region bis heute.
Mit Müller-Stövers Tod endet eine Ära für Solingens politisches und gesellschaftliches Leben. Seine Verdienste in Bildung, Gesundheitswesen und kommunalem Engagement haben die Stadt über Generationen hinweg geprägt. Das Bundesverdienstkreuz bleibt ein sichtbares Zeichen für sein jahrzehntelanges Dienst an der Allgemeinheit.






