28 March 2026, 18:16

Solingen setzt Mindestpreis für Mietwagen durch – Uber protestiert scharf

Ein gelbes Taxi fährt auf einer Straße mit hohen Gebäuden, Strommasten mit Drähten und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel, mit einem Wasserzeichen.

Solingen setzt Mindestpreis für Mietwagen durch – Uber protestiert scharf

Solingen führt Mindestpreis für Mietwagen ein

Die neue Verordnung legt einen Grundpreis für Fahrten fest, die von Mietwagenunternehmen angeboten werden – darunter auch Dienstleister, die über Apps wie Uber vermittelt werden. Die Stadtverwaltung begründet die Maßnahme mit der Notwendigkeit eines fairen Wettbewerbs unter allen Verkehrsanbietern. Standardisierte Tarife schafften gleiche Bedingungen für Taxis und digitale Plattformen gleichermaßen, heißt es seitens der Behörden.

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Uber übt scharfe Kritik an der Entscheidung und moniert vor allem das Fehlen transparenter Daten als Grundlage. Das Unternehmen warnt, dass höhere Mindestpreise Kunden abschrecken und zu weniger Buchungen für die angeschlossenen Fahrer führen könnten. Zudem argumentiert Uber, dass strengere Preisvorgaben die Flexibilität untergraben könnten, die Nutzer besonders an dem Dienst schätzen.

Lokale Taxiunternehmen begrüßen die Neuregelung hingegen. Peter Gasper, Geschäftsführer der Taxi Schwarte GmbH, verteidigt das Taxitarifsystem als unverzichtbar, um eine rund um die Uhr verfügbare Beförderung zu gewährleisten und die Rechte der Fahrer zu schützen. Sein Unternehmen weist Vorwürfe zurück, die Verordnung behindere moderne Mobilitätskonzepte – im Gegenteil: Sie sorge für mehr Gerechtigkeit.

Der Streit offenbart die tiefer liegenden Spannungen zwischen traditionellen Taxibetrieben und digitalen Fahrvermittlungsdiensten. Während Taxiunternehmen ihren Fahrern oft stabile Verträge und soziale Absicherung bieten, setzt Uber in der Regel auf selbstständige Fahrer ohne feste Löhne oder Arbeitnehmerleistungen.

Die Mindestpreisregelung ist bereits in Kraft getreten. Die Stadt hält an der Entscheidung fest, um den Wettbewerb auszubalancieren. Uber bleibt bei seiner Ablehnung und argumentiert, die Vorschrift schade sowohl Fahrern als auch Fahrgästen. Die Taxibranche hingegen sieht in dem Schritt einen notwendigen Schutz für ihre Branche und die Beschäftigten.

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