Solingen plant Bauarbeiten um: Sommerchaos in Ohligs abgewendet
Solingen hat ein großes Bauvorhaben überarbeitet, um sommerliche Behinderungen in Ohligs zu vermeiden. Nach dem ursprünglichen Plan wäre die Langhansstraße während der Hauptreisezeit für mehr als drei Monate voll gesperrt gewesen. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper bezeichnete den neuen Ansatz als "sinnvoll und bürgerfreundlich".
Ziel des Projekts ist die Modernisierung der Strom- und Wasserleitungen entlang einer stark frequentierten Strecke in Solingen-Ohligs. Die ersten Pläne sahen eine Vollsperrung von Ende Juni bis Anfang Oktober vor – mit Befürchtungen massiver Verkehrschaos-Folgen. Lokale Gutachten warnten sogar vor einer "Notlage" für Anwohner und Unternehmen.
Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) ordnete eine komplette Neukonzeption an, um die Belastungen zu minimieren. Der überarbeitete Zeitplan vermeidet nun die Hauptreisezeit im Sommer und sichert so den reibungsloseren Zugang zu wichtigen Zielen – darunter das Freibad Heide, ein beliebter Anziehungspunkt bei warmem Wetter, sowie die Ohligser Heide, auch bekannt als "Solingens grüne Lunge".
Westkämper betonte die Bedeutung der Naherholung, besonders angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Spritpreise, die vielen Reisen erschweren. Der neue Plan soll notwendige Infrastrukturarbeiten mit dem Bedarf der Gemeinschaft nach zugänglichen Grünflächen und Freizeiteinrichtungen in Einklang bringen.
Die überarbeiteten Bauarbeiten finden nun außerhalb der stoßreichsten Sommermonate statt. Anwohner und Besucher können die Freiflächen in Ohligs so ohne größere Verkehrsbehinderungen nutzen. Die Entscheidung spiegelt ein wachsendes Bewusstsein wider, wie lokale Erholungsmöglichkeiten Gemeinden in wirtschaftlich angespannten Zeiten stärken.






