01 April 2026, 00:48

Solingen diskutiert über die Zukunft seiner Kirchen und Gemeindezentren bis 2035

Eine Stadtansicht mit der Intercession auf der Nerl im Hintergrund, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern und einer bewölkten Himmel.

Solingen diskutiert über die Zukunft seiner Kirchen und Gemeindezentren bis 2035

Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um örtliche Kirchengemeinden zu unterstützen, die vor schwierigen Entscheidungen über ihre Gebäude stehen. Bis 2035 müssen sieben Kirchen und acht Gemeindezentren im Evangelischen Kirchenkreis über ihre Zukunft entscheiden – einige sollen geschlossen werden, andere werden derzeit geprüft. Der Schritt folgt auf eine gut besuchte Bürgerveranstaltung, die die große Bedeutung des Themas für die Einwohner und das städtische Leben unterstrich.

Die Arbeitsgruppe, der Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Kirchengemeinden angehören, traf sich erstmals mit breiter Beteiligung. Ihre Aufgabe besteht darin, als Vermittlerin zwischen den Kirchen und der lokalen Politik zu wirken und sicherzustellen, dass Anliegen Gehör finden und bearbeitet werden. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die zentrale Rolle der Kirchengemeinden für die Nachbarschaften, soziale Dienstleistungen und kulturelle Aktivitäten.

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Bei einer Informationsveranstaltung am 11. Februar 2026 stellten Verantwortliche die Pläne für 13 Kirchen und neun Gemeindezentren vor. Vier Kirchen – die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche und die Kirche Gräfrath – sowie drei Zentren (GZ Höhscheid, Wittenbergstraße und Schützenstraße/Ritterstraße) sollen langfristig erhalten bleiben. Zwei Kirchen und zwei Zentren (die Christuskirche mit dem GZ Rupelrath sowie die Kirche Mangenberg mit dem GZ Corinthstraße) bedürfen weiterer Prüfung, während die Stadtkirche Mitte als Sonderfall für eine mögliche Neuausrichtung gilt.

Die SPD hat Unterstützung bei planungsrechtlichen Fragen, sozialen Auswirkungen und kulturellen Aspekten zugesagt. Zwar wurden noch keine alternativen Nutzungen für die Gebäude öffentlich diskutiert, doch rechnet die Fraktion mit anhaltenden Debatten über Bauvorschriften und die Folgen für lokale Netzwerke.

Die Zukunft der Solinger Kirchen und Gemeindezentren wird in den kommenden Jahren ein zentrales Thema für die Stadt bleiben. Die SPD-Arbeitsgruppe plant, sich weiterhin aktiv einzubringen und den Gemeinden bei ihren Entscheidungen zur Seite zu stehen. Angesichts des bereits großen öffentlichen Interesses wird der Prozess sowohl die städtische Infrastruktur als auch das Gemeinschaftsleben prägen.

AKTUALISIERUNG

Key Background on Solingen's Church Closure Decisions

The Synode established a working group in 2025 to assess church building futures, led by former Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. This formed the basis for decisions presented in February 2026. Key context includes:

  • The Lutherkirche's deconsecration announcement triggered SPD calls for a long-term strategy.
  • A final decision on church closures will be made by the Synode in December 2027.
  • Financial struggles and declining membership are primary reasons for closures at sites like Merscheid and Widdert.