Solingen diskutiert: Kann die Viehbachtalstraße bald Solarstrom erzeugen?
Toralf ZänkerSolingen diskutiert: Kann die Viehbachtalstraße bald Solarstrom erzeugen?
Öffentliche Debatte: Soll Solingens Viehbachtalstraße zur Energie erzeugenden Straße werden?
Am 17. November 2023 findet in Solingen eine öffentliche Diskussion über die Umwandlung der Viehbachtalstraße in eine solarstromerzeugende Straße statt. Die Grünen laden dazu ins Cobra-Veranstaltungszentrum ein, wo politische Entscheidungsträger:innen und lokale Akteur:innen über das Vorhaben beraten werden. Ziel des Projekts ist es, Klimaschutz mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden, indem entlang der stark befahrenen Strecke Solarmodule installiert werden.
Im Fokus steht die Viehbachtalstraße (L141), die in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg des Schwerlastverkehrs verzeichnet hat. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass sich die Lkw-Fahrten seit 2020 um 20 bis 30 Prozent erhöht haben – vor allem aufgrund von Baustellen und Umleitungen im Gewerbegebiet Grüninger Hof. Die Grünen wollen mit ihrem Konzept nicht nur Staus verringern, sondern auch Strom für ansässige Unternehmen erzeugen.
An der Diskussion beteiligen sich Bundesverkehrsminister Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) und Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende der NRW-Grünen. Thilo Schnor, ehemaliger Vorsitzender des zuständigen Ausschusses, unterstützt die Initiative als Weg, wirtschaftliche Interessen mit ökologischen Zielen in Einklang zu bringen. Finn Grimsehl-Schmitz, Sprecher der Partei für Stadtentwicklung, betont die Chancen des Projekts: sicherere Verkehrswege, bessere Luftqualität und eine Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Eingeladen ist auch Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU). Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr und soll den Austausch zwischen Stadtverwaltung, Landesvertreter:innen und Wirtschaftsführungen fördern. Weitere Informationen gibt es unter *www.gruene-solingen.de*.
In der Debatte wird erörtert, wie solarbetriebene Straßen den Verkehrsdruck mindern und gleichzeitig die lokale Industrie unterstützen könnten. Bei Erfolg könnte das Modell auf andere stark frequentierte Routen in der Region übertragen werden – und damit zukünftige Verkehrs- und Energiepolitiken in Solingen prägen.






