04 March 2026, 13:39

SGS Essen feiert ersten Saisonsieg – Leverkusen in der Krise

Eine Gruppe von Frauen, die Fußball auf einem grasbewachsenen Feld spielt, das von Bäumen umgeben ist, mit einem Tor im Hintergrund und Text am unteren Rand des Bildes.

SGS Essen feiert ersten Saisonsieg – Leverkusen in der Krise

SGS Essen holt ersten Saisonerfolg in der 1. Bundesliga

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Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen hat SGS Essen den ersten Saisonsieg in der Frauen-Bundesliga eingefahren. Für Leverkusen war es die dritte Niederlage in Folge über alle Wettbewerbe hinweg. Unterdessen zeigen aktuelle Finanzberichte, dass die Ligaumsätze stark steigen – doch die Vereine kämpfen weiterhin mit wachsenden Verlusten.

Abseits des Platzes sind die Zuschauerzahlen in den Stadien leicht rückläufig, während die Einschaltquoten im Fernsehen und bei Streamingdiensten weiter ansteigen. Ein Spitzenmatch verfolgten dabei fast zwei Millionen Zuschauer.

Das entscheidende Tor zum 1:0 für SGS Essen erzielte Natasha Kowalski in der 58. Minute. Der Sieg markiert Essens ersten Ligadreier der Saison, während Leverkusen in einer schwierigen Phase eine weitere Niederlage hinnehmen musste.

Andernorts verschärfte sich die Krise bei Carl Zeiss Jena nach einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen den SC Freiburg. Treffer von Luca Birkholz, Selina Vobian und Aurélie Csillag besiegelten Jenas Schicksal – der Verein bleibt sieglos und fest auf dem letzten Tabellenplatz verankert. Der Hamburger SV liegt nur knapp über dem Relegationsplatz und hat zwei Punkte Vorsprung auf Jena.

Die Finanzdaten der Saison 2024/25 zeichnen ein zwiespältiges Bild: Die Gesamtumsätze der Frauen-Bundesliga überstiegen mit über 43 Millionen Euro die Vorjahreswerte um 36 Prozent. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Verluste der Vereine auf 2,2 Millionen Euro pro Klub, was die Abhängigkeit von finanzieller Unterstützung durch die Männerabteilungen verstärkt.

Bei der Fanresonanz zeigen sich gegensätzliche Trends: Die durchschnittliche Zuschauerzahl in den Stadien sank auf 2.692 pro Spiel – ein Rückgang im Vergleich zu früheren Spielzeiten. Dagegen verfolgten die frei empfangbaren TV-Übertragungen im Schnitt 370.000 Zuschauer pro Partie, wobei das Topspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayern München mit 1,87 Millionen Zuschauern den Höhepunkt bildete. Auch die Streaming-Zahlen auf MagentaSport und DAZN legten im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent zu.

Während SGS Essen mit dem Sieg dringend benötigten Auftrieb erhält, hält Leverkusens Negativserie an. Am Tabellenende steckt Carl Zeiss Jena weiterhin in der Krise, der Hamburger SV entgeht nur knapp der Abstiegszone. Finanziellem Wachstum der Liga stehen steigende Verluste gegenüber, und die Vereine sind zunehmend auf externe Unterstützung angewiesen. Trotz rückläufiger Stadionbesuche deuten die wachsenden TV- und Streaming-Zahlen auf ein zunehmendes digitales Publikum für den Frauenfußball hin.