Schwerverletzter nach ICE-Unfall: Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet dramatisch
Salvatore HarloffAblenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von durchfahrendem ICE erfasst - Schwerverletzter nach ICE-Unfall: Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet dramatisch
Ein 27-jähriger Mann wurde auf dem Bahnhof in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) von einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden ICE-Zug erfasst, während er auf dem Bahnsteig mit seinem Handy beschäftigt war. Bei dem Zusammenstoß erlitt er schwere Kopfverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Sankt Augustin gebracht.
Der Vorfall ereignete sich, als der Mann abgelenkt auf dem Bahnsteig stand. Obwohl der Lokführer die Notbremse zog und die Warnpfeife betätigte, konnte der Unfall nicht verhindert werden. Rettungskräfte trafen schnell ein und transportierten den Verletzten per Helikopter in die Klinik.
Die Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt, was zu Verspätungen für Reisende führte. Die Bundespolizei hat Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unfalls eingeleitet.
Ablenkungsunfälle auf Bahnsteigen haben in den letzten Jahren zugenommen. Zwischen 2021 und 2025 verzeichnete die Deutsche Bahn rund 1.200 solche Vorfälle, wobei die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes allein im Jahr 2023 etwa 250 schwere Fälle registrierte.
Der Mann befindet sich weiterhin in Krankenhausbehandlung. Die Behörden untersuchen den Vorfall noch, während der Zugverkehr schrittweise wieder normal läuft. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken durch Handybenutzung in der Nähe von Gleisanlagen.






