19 March 2026, 12:15

S-Bahn-Strecke Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert

Anzeige für einen Zug mit einem Zugbild, Text 'Dresdner Transport & Lagerhaus-Akt-Ges' und Gebäuden im Hintergrund.

S-Bahn-Strecke Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert

Große Modernisierungsarbeiten an der S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach

Die Deutsche Bahn (DB) investiert 85 Millionen Euro in die Modernisierung der Signaltechnik und die Steigerung der Zuverlässigkeit auf der S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach. Ab April 2026 beginnen die Bauarbeiten, während derer die Züge für mehrere Monate durch Busse ersetzt werden.

Die erste Bauphase läuft vom 10. April bis zum 3. Juli 2026. In diesem Zeitraum wird die S-Bahn-Linie S11 komplett ausfallen und durch Schienenersatzverkehr ersetzt. Zudem finden Nachtarbeiten vom 7. August bis zum 4. September 2026 statt.

Weitere Sperrungen sind für 2027 geplant, darunter eine dreimonatige Vollsperrung vom 9. Juli bis zum 15. Oktober sowie eine einwöchige Unterbrechung vom 7. bis 14. Mai. Die DB bittet Fahrgäste und Anwohner, die damit verbundenen Baugeräusche in diesen Zeiträumen zu entschuldigen.

Im Rahmen der Modernisierung erhält die Strecke digitale Signaltechnik der neuesten Generation sowie zusätzliche Weichen, um die Betriebssicherheit zu erhöhen. Zudem wird ein neues Stellwerk eingerichtet, das später die Einführung des Europäischen Zugsicherungssystems (ETCS) im Bereich des Bahnhofs Köln-Mülheim ermöglichen soll. Allerdings wird ETCS nicht auf der Hauptstrecke Hagen–Wuppertal–Köln installiert. Stattdessen soll der parallele Abschnitt zwischen Köln-Mülheim und Opladen voraussichtlich ab 2029 mit der ETCS-Technik ausgerüstet werden.

Um Pendler während der Bauarbeiten zu entlasten, wird ein temporäres Fahrradleihsystem namens "S11-Bike" eingeführt. Zudem wird ab dem 10. April 2026 eine provisorische Radpendlerroute zwischen Bergisch Gladbach und Köln ausgeschildert.

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Ziel der Aufrüstung ist es, die stark frequentierte Pendlerstrecke mit zuverlässigeren Verbindungen und moderner Technik zukunftsfähig zu machen. Zwar wird ETCS auf der Hauptstrecke nicht eingeführt, doch das neue Stellwerk bereitet das Netz für mögliche Erweiterungen vor. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Offensive zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur in der Region.

Quelle