Rockmusik und Hoffnung: Wie ein Gottesdienst in Tiefenort die Kirche neu erfindet
Agata HübelRockmusik und Hoffnung: Wie ein Gottesdienst in Tiefenort die Kirche neu erfindet
Volles Haus in Tiefenort: "Licht für alle" begeistert mit Rockmusik und tiefer Botschaft
Trotz eisiger Kälte und eines gut gefüllten Dorfkalenders war die St.-Petri-Kirche in Tiefenort am 1. Februar bis auf den letzten Platz besetzt. Der Gottesdienst Licht für alle verband Rockmusik, dramatische Lichteffekte und eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung. Besonders viele junge Besucher beschrieben den Abend als modern und zugleich zutiefst berührend.
Der Gottesdienst entfaltete sich wie eine Reise, geleitet von Szenen, die das Licht als Metapher für Wandlung erkundeten. Pfarrer Thomas Volkmann setzte sich ans Klavier – in seinem Talar, doch mit der Energie eines Rockmusikers. Die Band The Quiet Side prägte die Atmosphäre mit einer Mischung aus Kirchenliedern, Beatles-Songs und ostdeutschen Rockballaden, die eher an ein intimes Clubkonzert als an eine klassische Kirchenveranstaltung erinnerte.
Der emotionale Höhepunkt war ein Kerzenritual: Die Besucher entzündeten einen großen schmiedeeisernen Fisch als Symbol der Hoffnung, bevor sie persönliche Segensworte erhielten. Volkmanns Predigt deutete die Vision Jesu als inneres Feuer, das selbst die dunkelsten Wege erleuchtet. Die offene Tür der Kirche ließ die Gespräche noch lange nach dem offiziellen Ende weiterfließen – viele blieben trotz der Kälte vor dem Gebäude stehen.
Viele Gemeindeglieder sagten, der Abend habe ihre Erwartungen übertroffen. Die Verbindung aus Musik, Erzählungen und interaktiven Elementen machte das Erlebnis frisch und doch sinnstiftend.
Der Licht-für-alle-Gottesdienst füllte die St.-Petri-Kirche bis auf den letzten Platz und bewies, dass moderne Andachten Generationen verbinden können. Die Mischung aus Rock, Ritual und Reflexion ließ die Besucher noch lange nach dem letzten Ton diskutieren – und bleiben. Mit ihrem Ansatz aus Gemeinschaft und Kreativität hebt sich die Kirche deutlich vom vollen Terminkalender des Dorfes ab.






