Riesiger RWE-Schornstein in Ibbenbüren wird am Sonntag in die Luft gejagt
Agata HübelSchornstein des Kraftwerks Ibbenbüren soll gesprengt werden - Riesiger RWE-Schornstein in Ibbenbüren wird am Sonntag in die Luft gejagt
RWE-Schornstein in Ibbenbüren wird am Sonntag gesprengt
Der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren wird an diesem Sonntag gegen 11:00 Uhr gesprengt. Dies folgt auf die kontrollierte Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses im April 2025. Die Abrissarbeiten markieren einen weiteren Schritt im Wandel der Region von der Kohle- zur erneuerbaren Energieinfrastruktur.
RWE hatte seine beiden letzten Steinkohlekraftwerke in Deutschland – in Hamm und Ibbenbüren – bereits 2021 stillgelegt. Seitdem hat das Unternehmen fünf weitere Kohleblöcke im Land vom Netz genommen: Niederaußem 4 und 5, Neurath C, BoA 2/3 in Hamm sowie Weisweiler (für 2025 geplant). Das Gelände in Ibbenbüren gehört seit 2023 der Hagedorn-Gruppe.
Bevor der Netzbetreiber Amprion das Areal im Sommer 2026 übernimmt, müssen alle verbleibenden Bauwerke abgerissen, zerkleinert und recycelt werden. Auf dem freigeräumten Gelände entsteht dann eine neue Konverterstation, die Windstrom aus Nordsee-Offshore-Windparks in das Stromnetz von Nordrhein-Westfalen einspeisen soll. Die Inbetriebnahme ist für 2031 geplant.
Mit der Sprengung des Schornsteins ist die Beseitigung der wichtigsten Anlagen des Kraftwerks abgeschlossen. Sobald das Gelände vollständig geräumt und an Amprion übergeben ist, beginnen die Bauarbeiten für die Konverterstation. Das Projekt ist Teil der deutschen Bemühungen, Strom aus Kohle durch erneuerbare Energien zu ersetzen.






