Ricarda Langs Karnevalsscherze entfachen neuen Streit zwischen CSU und Grünen
Agata HübelRicarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Langs Karnevalsscherze entfachen neuen Streit zwischen CSU und Grünen
Eine humorvolle Karnevalsrede von Ricarda Lang, der Co-Vorsitzenden der Grünen, hat eine politische Kontroverse zwischen bayerischen Spitzenpolitikern neu entfacht. Die spitzen Bemerkungen richteten sich gegen Markus Söder, den Vorsitzenden der CSU, und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Beide waren zuvor in eine Debatte über Äußerungen bei einem Parteitag verwickelt gewesen.
Lang machte ihre Witze während der Verleihung des Ordens gegen tödliche Ernsthaftigkeit in Aachen, bei der Bär in diesem Jahr ebenfalls als Ritter des Ordens ausgezeichnet wurde.
Der Streit hatte bereits im Dezember 2023 auf einem CSU-Parteitag begonnen. Söder hatte zu Bär gesagt: "Von dir erwarten wir nicht viel, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließen würde, liebe Doro." Viele empfanden die Bemerkung als herablassend, was zu Kritik führte.
Bär spielte den Vorfall später herunter und erklärte, sie habe Söders Entschuldigung akzeptiert und glaube nicht, dass er sie habe kränken wollen. Es sei an der Zeit, die Angelegenheit hinter sich zu lassen.
Beim Karnevalsauftritt griff Lang das Thema mit scharfem Witz wieder auf. Sie bezeichnete Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und scherzte, er leide an einem "Napoleon-Komplex" wegen seiner Körpergröße.
Bär, die ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm, ging auf Langs Äußerungen nicht direkt ein. Stattdessen betonte sie erneut, die Sache sei für sie erledigt.
Der Wortwechsel zeigt, wie politische Spannungen selbst bei satirischen Anlässen öffentlich ausbrechen können. Bärs Auszeichnung als Ritter des Ordens steht dabei im Kontrast zur anhaltenden Diskussion über Söders ursprüngliche Bemerkung. Vorerst hat sie klar gemacht, dass sie das Thema für abgeschlossen hält.






