Rheinisch-Bergischer Kreis revolutioniert Berufseinstieg mit neuer Fachkonferenz

Agata Hübel
Agata Hübel
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Ein Plakat mit einem hellgelben Hintergrund zeigt eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien, die im Kreis stehen, mit der Aufschrift "Die Zukunft der Familie erfordert eine Bildung, die Kinderarbeit nicht geben kann."Agata Hübel

Rheinisch-Bergischer Kreis revolutioniert Berufseinstieg mit neuer Fachkonferenz

Rheinisch-Bergischer Kreis veranstaltet erste Fachkonferenz zum Übergang von der Schule in den Beruf

Der Rheinisch-Bergischer Kreis hat kürzlich seine erste Fachkonferenz zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in das Berufsleben ausgerichtet. Organisiert vom langjährigen Netzwerk des Kreises, brachte die Veranstaltung Schulen, Unternehmen, Politiker:innen und junge Menschen zusammen, um sich mit den wachsenden Herausforderungen der Berufsorientierung auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand die individuelle Anpassung der Unterstützung an die vielfältigen Bedürfnisse von Jugendlichen und regionalen Arbeitgebern.

Den Auftakt der Konferenz bildete ein Impulsvortrag von Wiebke Jessen, die Erkenntnisse aus der SINUS-Jugendstudie vorstellte. Ihre Forschung identifizierte sieben unterschiedliche Lebenswelten junger Menschen in Deutschland, die jeweils spezifische Ansätze beim Übergang in den Beruf erfordern. Diese Ergebnisse prägten die anschließenden Diskussionen darüber, wie Berufsberatung stärker auf individuelle Hintergründe zugeschnitten werden kann.

Die Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern konzipiert und verband Fachwissen mit praktischer Erfahrung. In thematischen Fachforen erarbeiteten die Teilnehmenden Lösungsansätze, darunter eine zentrale Informationsplattform für Berufsorientierungsangebote sowie eine intensivere Verzahnung von Schulen und Wirtschaft. Ein weiterer zentraler Vorschlag war die Verankerung von Persönlichkeitsentwicklungsprogrammen im Übergangsprozess.

Landrat Arne von Boetticher betonte die Bedeutung der Konferenz als Ideengeber für konkrete Maßnahmen. Er unterstrich die Notwendigkeit regionaler Lösungen, die sowohl die Lebensrealitäten junger Menschen als auch die Anforderungen der Wirtschaft widerspiegeln. Die Empfehlungen knüpfen an bestehende Initiativen an, etwa an die milieusensible Berufsorientierung und den Ausbau von Ausbildungspartnerschaften mit lokalen Betrieben, die 2023 gestartet wurden.

Seit 2005 unterhält der Rheinisch-Bergischer Kreis ein eigenes Netzwerk für den Übergang von der Schule in den Beruf, zu dem eine Koordinierungsstelle sowie Steuerungsgremien mit Vertreter:innen aus Bildung, Wirtschaft und Verwaltung gehören. Die aktuelle Konferenz stärkte diese Struktur weiter – ab 2024 sind Fortbildungen für Lehrkräfte zum Thema soziale Vielfalt geplant.

Die Konferenz mündete in klare Handlungsempfehlungen, darunter eine gemeinsame Wissensplattform und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen. Ziel ist es, die Berufsorientierung flexibler und bedarfsgerechter zu gestalten. Der Kreis wird die Vorschläge in den kommenden Monaten gemeinsam mit regionalen Akteur:innen umsetzen.

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