Rekordförderung: 281 Megawatt neue Solarkapazität in Deutschland vergeben
Toralf ZänkerRekordförderung: 281 Megawatt neue Solarkapazität in Deutschland vergeben
Bei der jüngsten Solarausschreibung in Deutschland wurden alle gültigen Gebote mit einer Förderung bedacht. Die Bundesnetzagentur wählte 121 Projekte aus, die zusammen eine neue Kapazität von 281 Megawatt umfassen. Die aktuelle Runde stieß auf größeres Interesse als die vorherige Ausschreibung im Juni, bei der lediglich 255 Megawatt auf 118 Verträge verteilt worden waren.
Der Oktober-Termin konzentrierte sich auf Dach- und Lärmschutzwall-Solaranlagen mit einer Leistung zwischen 1 und 20 Megawatt. Die Preise für die erfolgreichen Gebote lagen zwischen 8,28 und 10,40 Cent pro Kilowattstunde. Der volumengewichtete Durchschnittspreis betrug 9,66 Cent pro Kilowattstunde.
Die Vergütung für Überschuss-Strom-Einspeisung wurde deutlich niedriger angesetzt – zwischen 6,32 und 7,86 Cent pro Kilowattstunde. Kleinere Anlagen mit bis zu 100 Kilowatt erhielten feste Einspeisevergütungen von 6,32 bis 12,47 Cent pro Kilowattstunde bei Voll-Einspeisung. Bayern sicherte sich den größten Kapazitätsanteil mit 59 Megawatt, verteilt auf 19 Projekte. Nordrhein-Westfalen führte bei der Anzahl der Verträge mit 29 Projekten und einer Gesamtleistung von 57 Megawatt. Bemerkenswert ist, dass in den letzten drei jährlichen Ausschreibungen kein einziges Unternehmen oder keine Institution Projekte mit einem Volumen von über 200 Megawatt einreichte.
Sämtliche gültigen Gebote dieser Ausschreibung erhielten eine Förderung, wodurch 281 Megawatt neue Solarkapazität gesichert wurden. Die Ergebnisse spiegeln eine stetige Nachfrage nach mittelgroßen Solarprojekten in ganz Deutschland wider. Die niedrigeren Tarife für die Überschuss-Strom-Einspeisung könnten die Planung künftiger Projekte beeinflussen.






