Rechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Agata HübelRechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen höchsten Stand seit über 20 Jahren
In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben rechtsextreme Straftaten den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Delikte im gesamten Bundesland, wobei Mönchengladbach zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt. Politiker haben sich besorgt über den wachsenden Trend geäußert und fordern entschlossenere Gegenmaßnahmen.
Die landesweiten Daten offenbaren einen besorgniserregenden Anstieg rechtsextremer Aktivitäten. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der erfassten Straftaten von 5.641 auf 6.268 – das entspricht durchschnittlich 17 Vorfällen pro Tag. Damit wird der höchste Wert seit 2001 verzeichnet.
Besonders stark zugenommen haben gewalttätige rechtsextreme Straftaten, die um 24 Prozent von 154 auf 191 Fälle stiegen. Antisemitische Delikte nahmen um 13 Prozent zu, von 695 auf 786. Gleichzeitig verzeichneten Straftaten gegen Roma einen Anstieg um 47 Prozent – von 30 auf 44 gemeldete Fälle. Angriffe wegen der sexuellen Orientierung stiegen um 27 Prozent, von 203 auf 257. Lediglich islamfeindliche Straftaten gingen leicht um 2 Prozent zurück, von 338 auf 330.
In Mönchengladbach hat sich die Lage dramatisch verschärft. Die Stadt verzeichnete 2025 insgesamt 139 politisch motivierte rechtsextreme Straftaten – fast doppelt so viele wie im Vorjahr mit 78 Fällen. Dieser starke Anstieg katapultierte Mönchengladbach unter die zehn Kommunen in NRW mit den meisten derartigen Vorfällen. Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel verurteilte die Entwicklung scharf und forderte die lokalen Behörden auf, das Problem mit größerer Entschlossenheit anzugehen.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen ein wachsendes Problem in NRW, wo rechtsextreme Straftaten ein Niveau erreichen, das seit Jahren nicht mehr zu beobachten war. Der deutliche Anstieg in Mönchengladbach sorgt dabei für besondere Besorgnis und löst Forderungen nach härteren Maßnahmen aus. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, auf diese eskalierende Entwicklung zu reagieren.






