Rasender Hermes-Lieferant flüchtet mit 150 km/h durch NRW – Polizei sucht dringend Zeugen
Toralf ZänkerRasender Hermes-Lieferant flüchtet mit 150 km/h durch NRW – Polizei sucht dringend Zeugen
Rasender Hermes-Fahrer flüchtet mit 150 km/h durch NRW – Polizei sucht Zeugen
Ein 42-jähriger Mann führte die Polizei am Dienstagabend auf eine gefährliche Verfolgungsjagd durch Nordrhein-Westfalen. Die Flucht begann auf der Autobahn A42 und zog sich bis in städtische Gebiete hinein. Nun bitten die Beamten um Hinweise von Zeugen, die während der Verfolgung möglicherweise in Gefahr gerieten.
Die Verfolgungsjagd begann gegen 20:55 Uhr am 13. Januar 2026, als die Polizei am Autobahnkreuz Gelsenkirchen-Schalke eine routinemäßige Verkehrskontrolle durchführen wollte. Der Fahrer weigerte sich zu halten, gab plötzlich Gas und ignorierte alle Aufforderungen zum Anhalten.
Innerhalb kürzester Zeit erreichte er Tempi von bis zu 150 km/h, schlängelte sich zwischen den Spuren hindurch und überholte andere Fahrzeuge sogar über den Standstreifen. An einer Stelle fuhr er kurzzeitig in falscher Richtung auf der Autobahn, korrigierte dann seine Fahrt und setzte die Flucht fort. Die Verfolgung verlagerte sich in die Städte Herne und Castrop-Rauxel, wo der Mann rote Ampeln missachtete, in bebauten Gebieten bis zu 120 km/h schnell unterwegs war und andere Autofahrer durch riskante Überholmanöver gefährdete. Die Flucht endete, als er gegen ein Verkehrsschild, einen Leitpfosten und eine Leitplanke prallte und schließlich in einer Industriezone bei Münster quer auf der Fahrbahn zum Stehen kam – direkt im Gegenverkehr. Er wurde widerstandslos festgenommen.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann keinen gültigen Führerschein besaß, sein Opel nicht versichert war und er unter Drogeneinfluss stand. Eine Blutprobe wurde entnommen, das Fahrzeug von den Behörden sichergestellt.
Dem Fahrer drohen nun mehrere Strafverfahren. Die Polizei in Münster bittet alle, die sich zum Zeitpunkt der Verfolgung auf den Straßen in Gelsenkirchen, Herne, Castrop-Rauxel oder Münster aufgehalten haben, sich zu melden. Zeugen oder betroffene Autofahrer werden gebeten, sich unter der Rufnummer 275-0 an die Beamten zu wenden.






