PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebsvorsorge für Männer ab 40
Agata HübelWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebsvorsorge für Männer ab 40
Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Dennoch meiden viele die Vorsorgeuntersuchungen – oft aus Unbehagen vor den herkömmlichen Methoden. Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Bluttest als primäre Methode zur Früherkennung.
Krebserkrankungen im Frühstadium – etwa in Blase, Nieren oder Hoden – verlaufen häufig ohne Symptome. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind daher umso wichtiger, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich verschlimmern.
Der PSA-Test hat sich als bevorzugte Screening-Methode gegenüber körperlichen Untersuchungen durchgesetzt. Ärzte raten Männern, sich ab Mitte 40 erstmals testen zu lassen, um einen Basiswert zu ermitteln und das individuelle Risiko einzuschätzen. Die Häufigkeit weiterer Tests hängt vom Ergebnis ab: Bei Werten unter 1,5 reicht eine Kontrolle alle fünf Jahre, bei Werten zwischen 1,5 und 3 alle zwei Jahre. Ergebnisse über 3 erfordern eine genauere Abklärung.
Trotz der Bedeutung der Früherkennung suchen laut Deutscher Krebshilfe nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig einen Urologen auf. Viele scheuen die Vorsorge weiterhin wegen der digitalen rektalen Untersuchung – dabei entfällt diese Unannehmlichkeit beim PSA-Test. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab dem 45. Lebensjahr die Kosten für Prostatachecks, und auch private Kliniken bieten die Untersuchung an.
Regelmäßige urologische Untersuchungen können Krebserkrankungen aufdecken, noch bevor Symptome auftreten. Das gilt nicht nur für Prostatakrebs, sondern auch für Tumore in Blase, Nierenbecken, Harnleitern oder Hoden. Eine frühe Diagnose erhöht oft die Behandlungschancen und verbessert die Überlebensrate.
Der Wechsel zum PSA-Test soll die Prostatakrebsvorsorge zugänglicher und weniger belastend machen. Da nur ein kleiner Teil der Männer regelmäßig zum Urologen geht, betonen Gesundheitsexperten weiterhin die Wichtigkeit frühzeitiger Kontrollen. Krebs im Frühstadium zu erkennen, bevor er Beschwerden verursacht, bleibt eine der wirksamsten Maßnahmen für eine langfristige Gesundheit.






