Prominente stehen in Münster vor dem karnevalistischen Scheinprozess
Salvatore HarloffProminente stehen in Münster vor dem karnevalistischen Scheinprozess
Münsters 55. Paohlbürger-Karnevalsgericht verspricht in diesem Jahr einen prominenten Scheinprozess
Das traditionsreiche Event, das seit Jahrzehnten für Unterhaltung sorgt, wird diesmal vier bekannte Persönlichkeiten vor spielerischen Anklagen verteidigen sehen. Dass alle 200 Karten bereits ausverkauft sind, beweist die ungebrochene Beliebtheit des Spektakels.
Der als "Tennisplatz-Prozess" bekannte karnevalistische Gerichtshof, der seit 1970 von der Paohlbürger-Karnevalsgesellschaft organisiert wird, geht in diesem Jahr mit einer neuen Besetzung an den Start. Auf der Anklagebank nehmen diesmal die Sängerin Mary Roos, der Unternehmer Clemens Tönnies, der Schauspieler Jörg Draeger und Münsters Oberbürgermeister Tilmann Fuchs Platz. Alle müssen sich in humorvoller Gerichtsatmosphäre fiktiven Vorwürfen stellen.
Mary Roos wird beschuldigt, in einen angeblichen Skandal während ihrer Gesangskarriere verwickelt zu sein – Details wurden jedoch nicht preisgegeben. Clemens Tönnies hingegen soll übermäßige Geldsummen in den FC Schalke 04 statt in seinen Heimatverein Preußen Münster investiert haben. Tilmann Fuchs sieht sich mit einer ungewöhnlichen Anklage konfrontiert: der übermäßigen Nutzung der Farbe Grün in städtischen Projekten. Die Prominenten nehmen ihre Rollen ernst und bereiten sich gründlich auf den Prozess vor. Jörg Draeger hat sogar seinen Freund und Kollegen Harry Wijnvoord als Verteidiger engagiert. Nach den Verhandlungsrunden wird ein Richter ein humorvolles Endurteil fällen und entscheiden, wer "wirklich schuldig" ist. Das Event folgt damit dem bewährten Format der Vorjahre und verbindet Satire mit lokaler Tradition. Bereits im Januar hatte Roos an einer Feier für den Theaterproduzenten Corny Littmann teilgenommen – ein Zeichen für ihre anhaltende Verbundenheit mit kulturellen Veranstaltungen.
Der ausverkaufte Prozess verspricht den Besuchern viel Lachen und ein unterhaltsames Spektakel. Mit einer Mischung aus regionalen und überregionalen Persönlichkeiten festigt das Karnevalsgericht seinen Ruf als Höhepunkt im Münsteraner Festkalender. Das fiktive Urteil wird zwar keine rechtlichen Konsequenzen haben, doch es bildet den krönenden Abschluss einer weiteren erfolgreichen Ausgabe des Events.






