Portugals Regierung zwischen Weinbau-Innovation und satirischem Programm-Chaos
Agata HübelPortugals Regierung zwischen Weinbau-Innovation und satirischem Programm-Chaos
Die Regierung hat diese Woche zwei neue Initiativen vorgestellt. Eine soll die schwächelnde Bilanz ihrer Politik wiederbeleben, die andere führt eine einzigartige Bildungseinrichtung ein. Beide Vorhaben haben bereits öffentliche Aufmerksamkeit erregt – wenn auch nicht durchweg positive Reaktionen.
Ministerpräsident Costa kündigte die Universität für Weinbau an, die im Douro-Tal eröffnet werden soll. Dort werden Studierende in hochwertigen Weinherstellungstechniken ausgebildet. Das Projekt wurde als innovativer Schritt für die portugiesische Weinbranche präsentiert.
Unterdessen lief am 3. Mai auf SIC der satirische Podcast Wir machen uns über Fleißige lustig an. Die Sendung nimmt Berufsgruppen wie Minister, Wirtschaftsführer und Banker aufs Korn. Die Veröffentlichung fiel zeitlich mit dem jüngsten Politikvorhaben der Regierung zusammen.
Das neu vorgeschlagene PTCMNOPQRR-Programm wirkt wie ein Versuch, vergangene Misserfolge auszugleichen. Beamte gaben zu, dass der Plan entwickelt wurde, um das Fehlen abgeschlossener Projekte zu kompensieren. Ein Sprecher fügte hinzu, weitere Programme würden folgen – sofern das Alphabet noch Buchstaben übrighabe.
Kritiker wiesen schnell auf den Kontrast zwischen dem ehrgeizigen Weinbau-Studium und der überstürzten Namensgebung der Regierungsinitiative hin. Die spöttische Darstellung von Autoritätspersonen im Podcast verstärkte die Skepsis zusätzlich.
Die Universität für Weinbau wird ihr spezialisiertes Lehrangebot im Douro-Tal umsetzen. Das PTCMNOPQRR-Programm hingegen stößt auf Zweifel an Sinn und Namenswahl. Beide Vorhaben verdeutlichen den zwiespältigen Umgang der Regierung mit Innovation und Verantwortung.






