Polizei stoppt Lieferwagen mit 13 Mängeln – Bremsdefekt macht Fahrzeug zur Todesfalle
Toralf ZänkerPolizei stoppt Lieferwagen mit 13 Mängeln – Bremsdefekt macht Fahrzeug zur Todesfalle
Ein 38-jähriger Fahrer wurde in Mönchengladbach von der Polizei angehalten, nachdem er beim Fahren mit dem Handy am Steuer erwischt worden war. Die Kontrolle führte zu einem erschreckenden Fund: Sein kleiner Lieferwagen wies gravierende Sicherheitsmängel auf, darunter schwere Defekte am Bremssystem. Die Behörden zogen das Fahrzeug umgehend aus dem Verkehr.
Der Vorfall ereignete sich am 20. Februar gegen 8:30 Uhr auf der Speicker Straße. Die Polizei hatte den Fahrer beim Telefonieren am Steuer beobachtet und führte eine Routinekontrolle durch. Statt einer bloßen Verkehrsordnungwidrigkeit stießen sie jedoch auf ein weitaus größeres Problem.
Bei einer genaueren Überprüfung stellten die Beamten schwerwiegende Mängel an den Bremsen der Hinterachse fest. Das Fahrzeug wurde sofort als nicht verkehrssicher eingestuft und erhielt ein Fahrverbot für öffentliche Straßen. Eine anschließende Untersuchung im Prüfzentrum des TÜV Elster förderte insgesamt 13 Defekte zutage.
Sowohl der Fahrer als auch der eingetragene Halter des Lieferwagens müssen sich nun wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) verantworten. Zwar sind Fälle von Handybenutzung am Steuer keine Seltenheit, doch die Kombination aus einer solchen Ordnungswidrigkeit und schweren Fahrzeugmängeln ist selten. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen erfassen oder veröffentlichen keine Statistiken zu solchen spezifischen Doppeldelikten.
Der Lieferwagen bleibt bis zur Behebung und Abnahme aller Mängel außer Betrieb. Der Fall zeigt, wie eine scheinbar banale Verkehrskontrolle schwerwiegende Sicherheitsrisiken aufdecken kann. Die Verfahren gegen den Fahrer und den Halter werden nun ihren rechtlichen Gang gehen.






