Pflegenot in Düsseldorf und Mönchengladbach: Ausländische Fachkräfte als letzte Rettung
Agata HübelPflegenot in Düsseldorf und Mönchengladbach: Ausländische Fachkräfte als letzte Rettung
Pflegeheime in Düsseldorf und Mönchengladbach kämpfen mit wachsenden Herausforderungen durch Personalmangel und steigenden Pflegebedarf. In beiden Städten ist der Anteil der Bewohner, die auf langfristige Unterstützung angewiesen sind, hoch – jeder Zehnte benötigt solche Leistungen. Um die Situation zu entschärfen, werben Einrichtungen gezielt Fachkräfte aus dem Ausland an, darunter zwei neue Mitarbeiterinnen aus den Philippinen, die seit Kurzem in einem Caritas-Pflegeheim in Mönchengladbach-Holt arbeiten.
Das Caritas-Altenheim in Mönchengladbach-Holt hat vor zwei Wochen zwei Pflegekräfte aus den Philippinen eingestellt, um die personelle Unterversorgung zu lindern. Sie verstärken ein Team, das bereits durch den hohen Pflegebedarf in der Region stark belastet ist. Viele Bewohner der Einrichtung sind bereits vor ihrem Einzug auf langfristige Hilfe angewiesen – was die Arbeitslast zusätzlich erhöht.
Der hohe Pflegebedarf in Mönchengladbach hängt auch mit der Geschichte der Stadt als Arbeiterstadt zusammen: Mehr als jeder Zehnte der Einwohner bezieht mittlerweile Leistungen der Langzeitpflege. Ähnlich ist die Lage in Düsseldorf, wo die Wartelisten für Pflege- und Seniorenheime lang sind. Da die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter steigen wird, verschärft sich das Problem zusehends.
Laut Prognosen könnte die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen bis 2050 um ein Drittel auf rund 1,6 Millionen ansteigen. Als Reaktion darauf hat auch die Caritas-Einrichtung im Düsseldorfer Stadtteil Holt begonnen, ausländische Fachkräfte einzustellen. Gleichzeitig engagieren sich Bewohner wie Ewald Overs ehrenamtlich im Mönchengladbacher Heim – ein Zeichen für die Überlastung des bestehenden Personals.
Die Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland ist eine direkte Antwort auf die eskalierende Pflegenot in der Region. Da der Bedarf an langfristiger Betreuung weiter wächst, sind die Heime zunehmend auf internationales Personal angewiesen, um die Lücken zu schließen. Ohne weitere Maßnahmen wird sich der Druck auf Einrichtungen und Bewohner in den kommenden Jahren voraussichtlich noch verstärken.






