Ottfried Fischer zeigt sich trotz Parkinson bei seltener Feier in München
Agata HübelOttfried Fischer zeigt sich trotz Parkinson bei seltener Feier in München
Ottfried Fischer, der 71-jährige Schauspieler und Komiker, gab sich bei der Geburtstagsfeier von Ralph Siegel in München selten in der Öffentlichkeit das Stelldichein. Aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung an den Rollstuhl gebunden, besuchte er die Veranstaltung im Bayerischen Hof gemeinsam mit seiner Frau Simone Brandlmeier. Der Abend war einer seiner wenigen Auftritte seit der Diagnose im Jahr 2008.
Fischer wurde vor allem durch seine Rollen in Der Bulle von Tölz und Pfarrer Braun sowie durch seine komödiantischen Auftritte in Bullyparade und Knallerfrauen bekannt. Nach der Parkinson-Diagnose zog er sich jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und zeigte sich nur noch bei ausgewählten Anlässen.
Bei Siegels Feier sprach Fischer offen über seine Krankheit und die Unterstützung, die ihm Halt gibt. Besonders seiner Frau schrieb er es zu, dass er überhaupt teilnehmen konnte – ihre Fürsorge sei der Grund für seine heutige Lebensqualität, betonte er. Zwar steht er nicht mehr vor der Kamera, doch schätzt er weiterhin die Zeit mit Freunden und gelegentliche öffentliche Termine.
Seine Dankbarkeit gegenüber Simone war unübersehbar. Ohne sie, so Fischer, wäre der Alltag weitaus beschwerlicher. Das Paar erschien gemeinsam, was ihre enge Verbindung trotz der Herausforderungen der Krankheit unterstrich.
Fischers Auftritt bei der Feier zeigt seine Widerstandskraft und die zentrale Rolle seiner Frau in seinem Leben. Zwar hat er sich vom Schauspiel zurückgezogen, doch seine seltenen öffentlichen Auftritte beweisen, dass er weiterhin mit seinem Freundeskreis verbunden ist. Der Abend erinnerte daran, dass er – auch abseits des Bildschirms – präsent bleibt.