Open Mike 2025: Junge Stimmen kämpfen um literarische Anerkennung
Salvatore HarloffOpen Mike 2025: Junge Stimmen kämpfen um literarische Anerkennung
Der Open Mike kehrt 2025 zur 33. Auflage zurück
Der Open Mike, einer der renommiertesten Nachwuchswettbewerbe für junge Autor:innen, geht 2025 in seine 33. Runde. Teilnehmen können Schriftsteller:innen unter 35 Jahren, die noch kein Buch veröffentlicht haben – eine Plattform für aufstrebende Stimmen. Beim diesjährigen Finale werden zwölf Finalist:innen ihre Texte live in Berlin präsentieren.
Seit seiner Gründung hat der Open Mike immer wieder frisches literarisches Talent entdeckt. Zu den Preisträger:innen zählt etwa Juli Zeh, die 1999 mit ihrem gesellschaftskritischen Debüt Spielzeugwelten überzeugte. Frank Schätzing erhielt bereits in den 1980er-Jahren erste Anerkennung für seine von Science-Fiction geprägten Texte, während Charlotte Roche in den 1990ern mit provokanten, popkulturell inspirierten Werken auffiel. Saša Stanišić erreichte 2006 das Finale mit Wie der Soldat das Grammofon repariert, einer Mischung aus magischem Realismus und Flüchtlingserfahrungen. In jüngerer Zeit brachte Marina Frye (2015) feministische Lyrik auf die Bühne, und Lupita Sánchez (2023) experimentierte mit lateinamerikanisch geprägter Kurzprosa.
Das Finale 2025 findet am 7. und 8. November im Silent Green in Berlin statt. Jede:r der zwölf Finalist:innen hat 15 Minuten Zeit, den eigenen Text zu präsentieren. Zwei Preise werden für die überzeugendsten Auftritte vergeben.
Der Wettbewerb bleibt eine wichtige Bühne für vielfältige Stimmen und innovative Erzählformen. Viele seiner Preisträger:innen und Finalist:innen haben die zeitgenössische deutschsprachige Literatur mit jungen Perspektiven und mutigem Storytelling geprägt. Die Ausgabe 2025 wird erneut einen Einblick in die kreative Kraft der nächsten Generation bieten.






