07 April 2026, 18:17

On-Demand-ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlenden Geldern

Ein gelbes Taxi fährt eine Stadtstraße entlang mit hohen Gebäuden, Fußgängern mit Regenschirmen auf dem Gehweg, einer Brücke im Hintergrund und bewölktem Himmel mit Strommasten und -drähten.

On-Demand-ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlenden Geldern

On-Demand-ÖPNV-Pilotprojekt in Neukirchen-Vluyn endet 2025

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Das Bedarfsverkehrs-Pilotprojekt in Neukirchen-Vluyn wird Ende 2025 eingestellt. Obwohl das vor drei Jahren gestartete Angebot trotz anfänglicher Schwierigkeiten über 8.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer gewann, bestätigten die Verantwortlichen nun das Aus – Grund sind fehlende finanzielle Mittel.

Das Vorhaben startete mit starker Unterstützung, darunter 1,8 Millionen Euro Fördergelder des Landesverkehrsministeriums über fünf Jahre. Vier lokale Taxi- und Mietwagenunternehmen investierten zudem erhebliche Mittel in Personal und Infrastruktur, um den Betrieb zu ermöglichen. Neukirchen-Vluyn übernahm als Projektkoordinator die Federführung und steuerte die Abläufe in den beteiligten Kommunen.

Anfangs gab es zwar einige betriebliche Startschwierigkeiten, doch die Nutzerzahlen stiegen stetig an. Eine in letzter Minute erzielte Vereinbarung mit dem Ministerium sicherte eine zusätzliche Förderlaufzeit von einem Jahr – die beteiligten Städte steuerten rund 560.000 Euro aus lokalen Haushaltsmitteln bei. Margit Ciesielski, Erste Beigeordnete der Stadt, bezeichnete die Initiative als einen "mutigen Schritt hin zu flexiblen, digital gesteuerten ÖPNV-Lösungen".

Trotz der Beliebtheit des Angebots gelang es nicht, eine langfristige Finanzierung zu sichern. Anne Böhmer, Mobilitätsmanagerin der Stadt, bedauerte die Einstellung des Projekts, räumte aber ein, dass ein tragfähiges Wirtschaftsmodell fehlte.

Die Dienste bleiben bis zum 31. Dezember 2025 aufrechterhalten und geben den Fahrgästen noch einige Monate Zeit, das System zu nutzen. Mit dem Ende des Pilotbetriebs stellt sich jedoch die Frage nach zukünftigen Verkehrsangeboten in der Region. Bisher liegen seitens der lokalen Behörden noch keine Pläne für einen Ersatz vor.

Quelle