Ole Book startet als neuer BVB-Sportdirektor mit klarem Fokus auf junge Talente
Janin FinkeOle Book startet als neuer BVB-Sportdirektor mit klarem Fokus auf junge Talente
Borussia Dortmund stellt Ole Book als neuen Sportdirektor vor
Ole Book übernimmt als neuer Sportdirektor bei Borussia Dortmund. Er folgt auf Sebastian Kehl, der das Amt sechs Jahre lang innehatte, bevor er im März zurücktrat. Book traf am Samstag beim Verein ein und begann umgehend mit Gesprächen mit Mitarbeitern und Spielern.
Die Berufung markiert einen strategischen Kurswechsel für Dortmund. Unter Kehl setzte der Klub auf prominente Neuzugänge, doch Book soll sich vorrangig auf junge Talente mit langfristigem Potenzial konzentrieren. Sein Ruf als scharfsinniger Scout begleitet ihn aus früheren Stationen – auch wenn er sich selbst nicht als "Talententdecker" bezeichnen möchte.
Erste Kontakte zwischen Dortmund und Book gab es bereits im Januar. Am 23. März 2026 wurde der Vertrag unterzeichnet, und er löste Kehl offiziell ab. Sein erster Arbeitstag war geprägt von Vorstellungsgesprächen mit dem Trainerteam und ersten Austausch mit der Mannschaft.
Book hat keine Zeit verloren und sich sofort zentralen Aufgaben gewidmet. Vertragsverhandlungen mit Verteidiger Nico Schlotterbeck laufen bereits. Der neue Direktor betonte zudem, dass seine Vision mit den Zielen des Vereins für diese Position übereinstimme.
Anders als manche Neulinge rechnet Book nicht mit einer langen Einarbeitungsphase. Er räumte zwar die bevorstehenden Herausforderungen ein, zeigte sich aber zuversichtlich, sich schnell einzufinden. Sein Fokus liegt darauf, "kreative und mutige Ideen" auf dem Transfermarkt umzusetzen – ohne die finanziellen Rahmenbedingungen aus den Augen zu verlieren.
Die jüngere Vereinsgeschichte unterstreicht diesen Ansatz. Erfolge wie Jude Bellingham oder Erling Haaland entstanden durch die Förderung junger Spieler statt durch teure Transfers etablierter Stars. Books Bilanz beim SV Elversberg deutet darauf hin, dass er diese Linie fortsetzen wird – auch wenn er seine Arbeit lieber umfassender beschreibt als bloße Talentsichtung.
Books Amtsantritt sendet ein klares Signal für Dortmunds künftige Transferpolitik. Seine ersten Schritte, von Vertragsgesprächen bis zu Teambesprechungen, zeigen einen hands-on-Ansatz. Nun liegt es an ihm, in den kommenden Spielzeiten ehrgeizige Ziele mit wirtschaftlicher Verantwortung in Einklang zu bringen.






