Olaf Scholz fehlt beim Karneval – doch seine rheinischen Wurzeln bleiben lebendig
Janin FinkeOlaf Scholz fehlt beim Karneval – doch seine rheinischen Wurzeln bleiben lebendig
Bundeskanzler Olaf Scholz beging den Weiberfastnacht in einem nicht-öffentlichen Treffen in der Nähe von Brüssel, wo es um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie ging. Trotz des offiziellen Rahmens bekannte er sich zu seiner persönlichen Verbundenheit mit dem Karneval – eine Prägung, die auf seine rheinischen Wurzeln und einen Geburtstag zurückgeht, der auf das traditionsträchtige Datum des 11. November 1955 fällt.
Da Scholz an einem 11.11. geboren wurde – einem Tag, der eng mit dem Karneval verknüpft ist –, empfindet er dies seit jeher als besondere Verbindung. Seine Großmutter stammte aus Andernach im Rheinland, einer Region, in der die Fastnachtsbräuche tief verwurzelt sind. In diesem Jahr kollidierte sein Terminkalender jedoch mit den Feierlichkeiten: Statt am öffentlichen Treiben teilzunehmen, nahm er an einer hochrangigen Strategieklausur teil.
Die Wurzeln des Kanzlers liegen im Sauerland, das einst zum Kurfürstentum Köln gehörte und wo sowohl der Karneval als auch Schützenfeste bis heute prägende Elemente der lokalen Kultur sind. Später am Tag wollte Scholz Mitglieder des Bundeskabinetts treffen – in der Hoffnung, etwas karnevalistische Lockerheit in die politischen Beratungen zu bringen.
Unterdessen zog in Köln der traditionelle Weiberfastnachtumzug, der seit den 1950er-Jahren vom Altstädter Köln 1922 e.V. eröffnet wird, wie gewohnt große Menschenmengen an. Veranstaltungen wie der Bellejeckzoch und der Spill an d'r Vringspooz läuteten die Straßenfastnacht ein und erfreuten sich auch 2026 ungebrochener Beliebtheit. Größere Veränderungen im Ablauf der Feiern gab es in den vergangenen Jahren nicht; die Traditionen bleiben bei anhaltender Begeisterung der Bevölkerung stabil.
Dreimal fiel Scholz' Geburtstag im vergangenen Jahrhundert auf einen 11. November – jedes Mal ein "rundes Datum". Seine rheinische Herkunft und die anhaltende Faszination des Karnevals prägen weiterhin sein privates und öffentliches Leben, auch wenn ihn in diesem Jahr die Amtsgeschäfte von den Feierlichkeiten fernhielten.






