Ohligs-Tunnel in Solingen: Bürgerinitiativen fordern radikale Umgestaltung bis 2026
Salvatore HarloffOhligs-Tunnel in Solingen: Bürgerinitiativen fordern radikale Umgestaltung bis 2026
Die Debatte um den Ohligs-Tunnel in Solingen hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Seit 2020 rücken Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Verfall das Thema zunehmend in den Mittelpunkt. Nun hat der Bundesverband der Bürgerinitiativen (BfS) einen detaillierten Plan vorgelegt, um die problematische Anlage umzugestalten.
Die Vorschläge der Initiative reichen von sofortigen Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen bis hin zu langfristigen städtebaulichen Neukonzeptionen. Ihre Vision umfasst sogar den vollständigen Ersatz des Tunnels durch eine moderne Fußgängerbrücke.
Der öffentliche Druck, den Ohligs-Tunnel zu modernisieren, wächst seit 2020 stetig. Lokale Kampagnen, Petitionen und Proteste – angeführt von Gruppen wie der Bürgerinitiative Ohligs-Tunnel – zwangen die Stadt zum Handeln. 2022 leitete die Verwaltung Machbarkeitsstudien ein, gefolgt von einem Planungsbudget in Höhe von 2 Millionen Euro im Jahr 2024. Ein umfassendes Sanierungsprojekt inklusive struktureller Aufwertungen soll nun 2026 starten.
Der BfS hat seine Strategie in klare Phasen unterteilt. Kurzfristig fordert der Verband eine gründliche Reinigung des Tunnels, dringende Reparaturen sowie eine stärkere Präsenz von Ordnungskräften. Mittelfristig schlägt er die Installation von Videoüberwachung, eine verbesserte Beleuchtung und den Einbau genehmigter Überdachungen am östlichen Ausgang vor.
Langfristig betont die Initiative den Bedarf an städtebaulicher Planung, insbesondere eine Neugestaltung des Vorplatzes am östlichen Bahnhof. Ihr kühnster Vorschlag ist der Ersatz des Tunnels durch eine barrierefreie Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob diese Option umsetzbar ist.
Im Zentrum ihres Ansatzes steht ein Fokus auf soziale Verantwortung. Bevor Regeln durchgesetzt werden, besteht der BfS auf maßgeschneiderte Unterstützung für wohnungslose Menschen in der Umgebung. Ihr Leitprinzip lautet "Hilfe statt Verdrängung" – niemand soll im Prozess zurückgelassen werden.
Die BfS-Vorschläge zielen darauf ab, sowohl akute Probleme als auch langfristige Verbesserungen für den Ohligs-Tunnel anzugehen. Falls umgesetzt, könnten die Pläne die Infrastruktur der Gegend prägen und dabei Sicherheit, Sauberkeit sowie soziales Wohl im Gleichgewicht halten. Die nächsten Schritte der Stadt werden zeigen, ob aus diesen Ideen Taten werden.






