05 January 2026, 14:26

NRW startet 2026 mit neuem digitalen Prüfungssystem für Gymnasien

Eine Gruppe von Menschen, die auf Stühlen in einem Klassenzimmer sitzen und auf einen Schreibtisch schauen, mit Fenstern und Vorhängen an der Rückwand.

NRW startet 2026 mit neuem digitalen Prüfungssystem für Gymnasien

Nordrhein-Westfalen führt 2026 ein neues digitales System zum Abruf von Abschlussprüfungen ein. Die Umstellung erfolgt nach technischen Pannen, die 2023 die schriftlichen Abiturprüfungen beeinträchtigt hatten. Diesmal liegt der Fokus auf den Schulen der gymnasialen Oberstufe – mit einem geänderten Ansatz bei Ausschreibung und Testphase.

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Der bisherige Vertrag des Landes für die Verteilung der Prüfungsunterlagen lief aus, was eine Neuausschreibung notwendig machte. 2023 hatte ein technischer Ausfall zu Verzögerungen bei den schriftlichen Abiturprüfungen geführt, nachdem Schulen Probleme beim Herunterladen der zentral bereitgestellten Aufgaben hatten. Um eine Wiederholung zu vermeiden, entschied sich die Behörde für eine Modernisierung des Systems.

Den Zuschlag für die neue Plattform erhielt nach einem europaweiten Vergabeverfahren die Münchner Firma Liongate AG. Allerdings steht für die Abiturprüfungen 2026 in der gymnasialen Oberstufe noch kein konkreter Anbieter fest. In offiziellen Dokumenten ist lediglich von Reformen und Entwürfen für diese Schulstufe die Rede, die ab August 2027 in Kraft treten sollen. Vor der flächendeckenden Einführung wurde das System im Herbst 2025 an Volkshochschulen erprobt – die Tests verliefen problemlos und ebneten den Weg für den breiten Einsatz.

Beim Start des neuen Systems 2026 wird voraussichtlich eine geringere Zahl an Prüflingen betroffen sein: Rund 5.700 Schülerinnen und Schüler werden ihr Abitur an Gymnasien ablegen – ein Rückgang, der mit dem Wechsel des Landes vom G8- zum G9-System zusammenhängt.

Die Prüfungen 2026 markieren die Premiere des aktualisierten Systems an den weiterführenden Schulen. Da die Testphase bereits abgeschlossen ist und ein neuer Dienstleister an Bord ist, hoffen die Verantwortlichen, die Verzögerungen von 2023 zu vermeiden. Auch die geringere Teilnehmerzahl könnte die Einführung erleichtern.