02 April 2026, 18:13

NRW sichert 305 Millionen Euro für S-Bahn-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und einigen Objekten auf der linken Seite des Bahnsteigs.

NRW sichert 305 Millionen Euro für S-Bahn-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Nordrhein-Westfalen hat 305 Millionen Euro für den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln gesichert. Das Projekt, dessen Gesamtbudget nun bei 836 Millionen Euro liegt, soll die Gleiskapazität verdoppeln und wichtige Bahnhöfe modernisieren. Nach Angaben von Behörden könnte der Baubeginn bereits gegen Ende 2030 erfolgen, doch Verzögerungen könnten den geplanten Fertigstellungstermin 2032 gefährden.

Durch den Ausbau der S11 entsteht zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach ein zweites Gleis, wodurch sich die Zugfrequenz auf alle zehn Minuten erhöht – in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird auf vier Gleise erweitert, während in Köln-Kalk West ein neuer Haltepunkt entsteht. Zudem werden alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.

Geplant sind zwei neue Mittelbahnsteige: einer am Kölner Hauptbahnhof und ein weiterer an der Messe/Deutz. Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei, sodass die Gesamtfinanzierung des Projekts nun bei 836 Millionen Euro liegt.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet noch in diesem Sommer mit den finalen Baugenehmigungen. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Geplante Vollsperrungen umfassen die Modernisierung eines digitalen Stellwerks in Mülheim vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 sowie Umbauten der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027.

Allerdings könnte sich der geplante Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 verzögern, da es zu Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten kommt. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda zeigt sich dennoch optimistisch und geht davon aus, dass die Bauarbeiten bis Ende 2030 beginnen könnten.

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Der Ausbau der S11 wird die Schienenkapazität und Barrierefreiheit entlang der Achse Köln–Bergisch Gladbach deutlich verbessern. Mit gesicherter Finanzierung und kurz vor der Genehmigung stehenden Plänen hängt der weitere Zeitplan nun von der Vergabe der Aufträge und der Bauplanung ab. Sobald mögliche Verzögerungen bewertet sind, wird sich der finale Fahrplan für das Projekt genauer abzeichnen.

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