04 March 2026, 16:26

NRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, besseres Personal und flexiblere Kitas ab 2026

Ein Blatt mit der Aufschrift "Die Kinder der verschiedenen Tagesschulen werden mit Tee, Pflaumenbrot und Roastbeef und Pflaumenpudding versorgt"

NRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, besseres Personal und flexiblere Kitas ab 2026

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas zu verbessern. Der Gesetzentwurf, der vergangenen Freitag dem Landtag präsentiert wurde, zielt darauf ab, die Kinderbetreuung zuverlässiger, planbarer und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Nach Angaben der Verantwortlichen sollen damit Personalengpässe behoben und unerwartete Schließungen reduziert werden.

Die Reform sieht vor, Kitas durch höhere Finanzmittel, besser qualifiziertes Personal und flexiblere Abläufe zu stärken. Im Haushalt 2026 sind über 6 Milliarden Euro für die frühe Kindheitsbildung eingeplant, darunter jährlich 50 Millionen Euro für Personalinitiativen und die Stabilisierung des Systems.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird das Land Trägern aktiv bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter unterstützen. Ab dem 1. August 2027 fließen zusätzlich 200 Millionen Euro pro Jahr in die Deckung von Transformationskosten. Zudem führt die Reform flexible Kern- und erweiterte Öffnungszeiten ein, um Personal dort einzusetzen, wo es am dringendsten benötigt wird.

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Die Qualität soll durch verstärkte Aus- und Weiterbildung gesteigert werden. Die Reform erweitert die praxisintegrierte Ausbildung für Erzieherhelfer und stockt die Förderung für pädagogische Fachkräfte auf. Auch die Kindertagespflege profitiert von besserer Qualitätskontrolle, Professionalisierung und Zuschüssen für Fortbildungen.

Der Entwurf entstand in enger Abstimmung mit den relevanten Verbänden. Martin Lucke, CDU-Landtagsabgeordneter, bezeichnete die Reform als einen "wichtigen Schritt zu einer verlässlichen und hochwertigen Kinderbetreuung".

Die KiBiz-Reform bringt mehr Mittel, besser ausgebildetes Personal und größere Flexibilität in die Kitas. Die Landesregierung plant, die Änderungen ab 2026 umzusetzen, mit weiteren Investitionen ab 2027. Ziel ist ein stabileres und zuverlässigeres Betreuungssystem in ganz Nordrhein-Westfalen.