NRW-Innenminister Reul lehnt pauschales Feuerwerksverbot an Silvester ab
Janin FinkeReul setzt sich weiter gegen ein generelles Feuerwerksverbot ein - NRW-Innenminister Reul lehnt pauschales Feuerwerksverbot an Silvester ab
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul spricht sich gegen ein generelles Feuerwerksverbot an Silvester aus. Zwar räumt er die Risiken ein, betont jedoch, dass Böller und Raketen für viele ein geliebter Brauch bleiben. Statt eines pauschalen Verbots schlägt er vor, den Städten mehr Spielraum zu geben, um Ort und Zeit des Abbrennens selbst zu regeln.
Feuerwerk an Silvester ist seit langem ein umstrittenes Thema. Während die einen das Spektakel genießen, verweisen andere auf die jährlichen Verletzungen und Belästigungen. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Großstädte – darunter Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen – private Feuerwerke eingeschränkt oder komplett verboten.
Reul regt nun Änderungen im Sprengstoffrecht an, die es den Kommunen ermöglichen sollen, eigene Regeln für Raketen aufzustellen. Sein Plan sieht vor, dass belebte Bereiche weiterhin gesperrt bleiben könnten, ein flächendeckendes Verbot aber vermieden wird. Flexibilität sei entscheidend, so Reul, da Raketen für viele Menschen Freude bereiten und fest mit dem Fest verbunden sind.
Die Polizei in der Region bereitet sich auf die Nacht vor und hat genug Kräfte im Einsatz, mit Verstärkung in Bereitschaft. Reul verwies darauf, dass die Feiern im letzten Jahr vergleichsweise ruhig verlaufen seien. Diesmal rechnet er mit kleineren Vorfällen, hofft aber, schwerere Eskalationen zu verhindern.
Die geplanten Änderungen würden die Entscheidungshoheit auf die einzelnen Städte verlagern, statt ein landesweites Raketenverbot durchzusetzen. Reuls Ansatz zielt darauf ab, Tradition und Sicherheit in Einklang zu bringen, indem Gemeinden ihre eigenen Regeln festlegen. Wie es schließlich aussieht, hängt davon ab, wie die lokalen Behörden bis zum 31. Dezember handeln.






