Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach vierjähriger Lücke ernannt
Salvatore HarloffNach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach vierjähriger Lücke ernannt
Carsten Günther hat offiziell das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichtes Münster übernommen. Seine Ernennung folgt auf eine vierjährige Führungslücke nach dem Rücktritt von Ricarda Brandts im Jahr 2021. Die Amtsübergabe fand am Mittwoch in einer Zeremonie statt, die von Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) geleitet wurde.
Günthers juristische Laufbahn begann im Jahr 2000 am Verwaltungsgericht Köln. Zwischen 2007 und 2010 war er als Richter am selben Münsterschen Gericht tätig, dem er nun vorsteht. Vor dieser Position arbeitete er als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf und später, ab 2015, am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
Während der Übergangsphase leiteten zwei Vizepräsidenten die Geschäfte des Gerichts. Sie bearbeiteten unter anderem das Verfahren zur Einstufung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) durch das Bundesamt für Verfassungsschutz. Seit Günther im vergangenen Sommer die Leitung übernahm, gab es keine Änderungen in diesen Verfahren.
Die Ernennung verzögerte sich aufgrund eines langwierigen Streits, an dem mehrere Gerichte und eine parlamentarische Anfrage beteiligt waren. Damit endete die Führungsvakanz, die sich über vier Jahre erstreckte.
Günthers Karriere umfasst Stationen im Bundesjustizministerium, der Staatskanzlei NRW und dem Justizministerium NRW. Seine offizielle Amtseinführung markiert das Ende einer langen Übergangsphase für das Gericht. Das Oberverwaltungsgericht Münster steht nun unter seiner Leitung.






