24 February 2026, 21:30

Neuer DBK-Vorsitzender gesucht: Warum Erzbischof Bentz die Kirche verändern könnte

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Neuer DBK-Vorsitzender gesucht: Warum Erzbischof Bentz die Kirche verändern könnte

Die Deutsche Bischofskonferenz wird auf ihrer Frühjahrsversammlung in Würzburg bald einen neuen Vorsitzenden wählen. Ein aussichtsreicher Kandidat ist der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, der für seinen ausgewogenen Kurs und seine enge Verbindung zu den Gemeinden bekannt ist. Seine Wahl würde ihn ins Zentrum der katholischen Reformdebatten in Deutschland rücken.

Papst Franziskus ernannte Udo Markus Bentz Ende 2023 zum Erzbischof von Paderborn. Seitdem hat er es sich zur Aufgabe gemacht, alle 19 Dekanate und zahlreiche Pfarrgruppen seines Bistums zu besuchen. Dieser praxisnahe Führungsstil unterstreicht seinen Ruf als ein Bischof, der den Menschen nah bleibt.

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Bentz blickt auf Jahre als Privatsekretär von Kardinal Karl Lehmann zurück, was ihm tiefgehende Erfahrungen in der Kirchenführung einbrachte. Er gilt als gemäßigter Vermittler, der in kontroversen Diskussionen wie dem Synodalen Weg Brücken bauen kann. Als Vorsitzender würde er die deutschen Bischöfe nach außen vertreten und ihre halbjährlichen Versammlungen leiten.

Die Rolle des Vorsitzenden hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen – sie prägt Reformen und steuert die Spannungen mit dem Vatikan. Unter Georg Bätzing kam es häufig zu Konflikten mit Rom, etwa beim Synodalen Weg, den Kritiker als spaltend bewerten. Der neue Vorsitzende, ob Bentz oder ein anderer, wird die Herausforderung meistern müssen, Reformbestrebungen mit der Einheit der Kirche in Einklang zu bringen.

Die Wahl in Würzburg wird entscheiden, wer die deutschen Bischöfe durch die anstehenden Reformen führt. Eine Amtszeit unter Bentz würde voraussichtlich den Fokus auf Dialog und Ausgleich fortsetzen. Seine Erfahrung und gemäßigtere Haltung könnten der deutschen Kirche helfen, die kommenden Herausforderungen zu bewältigen.