28 January 2026, 18:37

National Express rettet Regionalverkehr in NRW mit neuem Milliarden-Deal

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnschiene, umgeben von Text und anderen Illustrationen, zeigt einen Überblick über das Eisenbahnsystem.

National Express rettet Regionalverkehr in NRW mit neuem Milliarden-Deal

National Express sichert überarbeiteten Vertrag für Regionalverkehr in NRW

National Express hat einen überarbeiteten Vertrag für seine Regionalzugverbindungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgehandelt. Die Einigung folgt auf Monate finanzieller Belastungen, wilder Streiks und operativer Herausforderungen. Die Verkehrsbehörden haben zusätzliche Mittel und Vertragsanpassungen zugesagt, um das Netz zu stabilisieren.

Die Probleme für National Express begannen in einem Umfeld harter Konkurrenz und steigender Kosten. Explodierende Energiepreise, Personalmangel und Verzögerungen bei der Infrastruktur verschärften die Lage. Im vergangenen Sommer führten wilde Streiks zu massiven Behinderungen im Betrieb und trieben die Verhandlungen voran.

Die neue Vereinbarung verkürzt die Laufzeit zweier defizitärer Linien, der RE7 und der RB48, um drei Jahre – sie enden nun 2027 statt 2030. Die profitableren RRX-Linien werden dagegen bis 2035 verlängert. Zudem entfallen künftig automatische Vertragsstrafen bei Verspätungen durch Bauarbeiten, was die finanzielle Last verringert.

Die Verkehrsverbünde, darunter der VRR, stellen National Express zusätzliche 200 Millionen Euro zur Verfügung, um den Betrieb zu stützen. Die Mittel sollen die Zuverlässigkeit erhöhen und weitere Ausfälle verhindern. Die Einigung beendet die Streiks des letzten Sommers und bringt vorerst Stabilität ins Netz.

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National Express ist nicht der erste Betreiber in NRW, der mit solchen Schwierigkeiten kämpft. Abellio meldete Anfang 2022 Insolvenz an, während der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) im vergangenen Jahr die Eurobahn übernahm, um einen Kollaps abzuwenden. Unterdessen plant die Gewerkschaft GDL ab dem 15. Januar 2026 digitale Verhandlungen mit einem weiteren Regionalanbieter, der AKN Eisenbahn GmbH. Ihre Forderungen umfassen eine Lohnerhöhung von 8 Prozent über zwölf Monate, um ähnlichen finanziellen Druck zu begegnen.

Der überarbeitete Vertrag mindert die Verluste für National Express und verlängert gleichzeitig die Unterstützung für wichtige Strecken. Mit 200 Millionen Euro Extra-Förderung muss sich der Betreiber nun auf die Verbesserung der Servicequalität konzentrieren. Die Vereinbarung unterstreicht zudem die grundsätzlichen Herausforderungen im Regionalverkehr, wo steigende Kosten und Wettbewerb die Anbieter weiterhin auf die Probe stellen.