Mutige Rettungskräfte aus Ratingen erhalten Landesrettungsmedaille nach brutalen Brandanschlag
Salvatore HarloffMutige Rettungskräfte aus Ratingen erhalten Landesrettungsmedaille nach brutalen Brandanschlag
Neun Rettungskräfte, die sich während eines brutalen Angriffs in Ratingen gegenseitig das Leben retteten, werden mit der Landesrettungsmedaille Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 7. November 2025 statt – mehr als zwei Jahre nach dem Brandanschlag, der bei ihnen lebensverändernde Verletzungen hinterließ. Ihre Geschichte wird am selben Tag auch in der Lokalzeit Düsseldorf vorgestellt.
Der Angriff ereignete sich am 11. Mai 2023 in einer Hochhauswohnung in Ratingen. Der Täter, Frank P., überfiel die Einsatzkräfte mit einer Gasexplosion und setzte sie in Brand. Sein Motiv speiste sich aus einem tiefen Hass auf den Staat. Später stellten die Ermittler fest, dass er monatelang mit der Leiche seiner verstorbenen Mutter in der Wohnung gelebt hatte.
Acht der neun Opfer erlitten durch schwere Verbrennungen dauerhafte Schäden. Ein 25-jähriger Polizist, der am schwersten verletzt wurde, durchstand eine lange Krankenhausbehandlung, bevor er in den Dienst zurückkehrte. Er sagte zudem als Zeuge im Prozess gegen Frank P. aus, der in fünf Fällen wegen versuchten Mordes verurteilt wurde. Der Angreifer erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe – mit einer Mindesthaftdauer von 15 Jahren wegen der besonderen Schwere der Schuld.
Nicht alle Einsatzkräfte konnten laut der Feuerwehr Ratingen in ihren Beruf zurückkehren. Trotz ihrer Verletzungen handelten sie während des Angriffs entschlossen, schützten einander und verhinderten so noch Schlimmeres.
Die Landesrettungsmedaille wird von Ministerpräsident Hendrik Wüst in Gelsenkirchen überreicht. Die Auszeichnung würdigt den Mut der Rettungskräfte und ihren Einsatz, unter extremsten Bedingungen einander das Leben zu retten. Ihre Geschichte erreicht an diesem Abend ein breites Publikum durch die Ausstrahlung im WDR 2.






