Münster unterzeichnet historische Wissenschaftsvereinbarung mit Japan
Salvatore HarloffMünster unterzeichnet historische Wissenschaftsvereinbarung mit Japan
Münster begrüßt Spitzenvertreter der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Physikalischen Gesellschaft Japans
Diese Woche empfing Münster führende Vertreter der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Physikalischen Gesellschaft Japans (JPS). Am 14. November traf Bürgermeister Tilman Fuchs die Delegation im Friedenssaal des Historischen Rathauses – kurz vor der Unterzeichnung einer historischen Vereinbarung. Der Besuch markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer engeren wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung durch DPG-Präsident Klaus Richter und JPS-Präsident Seiji Miyashita am 15. November im Bürgerhaus Münster. Unter dem Titel "Erklärung für die Zukunft" warnt das Dokument vor den Gefahren von Atomwaffen und setzt sich gleichzeitig für friedlichen wissenschaftlichen Fortschritt ein. Andere Länder oder Regionen wurden in der Vereinbarung nicht erwähnt.
Die Unterzeichnung fiel zusammen mit der Abschlussveranstaltung "Quantum 100" des deutschen "Quantum-Jahres", die in der Halle Münsterland stattfand. Als Schirmherr der Veranstaltung organisierte die DPG eine Ausstellung zu Anwendungen der Quantenphysik, Fachvorträge und ein Konzert mit dem Titel "Fundamentale Wechselwirkungen". Mit über 52.000 Mitgliedern zählt die DPG zu den größten physikalischen Fachgesellschaften weltweit.
Bürgermeister Fuchs betonte die Rolle Münsters als Ort der internationalen Verständigung. Die Stadt stehe für Dialog und Austausch – Werte, die sich mit den Zielen der Erklärung deckten: Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung in der Wissenschaft.
Die Vereinbarung festigt nicht nur die Beziehungen zwischen deutschen und japanischen Physikern, sondern stärkt auch Münsters Position als Gastgeber für bedeutende wissenschaftliche Debatten. Künftige Kooperationen sollen sich auf die Weiterentwicklung der Quantenforschung konzentrieren und gleichzeitig globale Sicherheitsfragen angehen.






