04 April 2026, 04:12

Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Cartoon-Courtroom-Szene mit einem stehenden Mann in der Mitte, einem Tisch mit Gegenständen rechts und dem Text "Boney's Trial, Sentence, and Dying Speech Europe's Injuries Revenged" unten.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Ein 46-jähriger Ukrainer mit griechischem Pass steht in Neuss wegen des mutmaßlichen Mordes an einem 56-jährigen Obdachlosen vor Gericht. Der Angeklagte bestreitet jede Beteiligung an dem Tod, der sich im Januar 2025 ereignete. Im Prozess wurden bereits zentrale Zeugenaussagen gehört; weitere Verhandlungstermine sind bis Mitte Dezember angesetzt.

Das Opfer war am 15. Januar 2025 in einer Neusser Tiefgarage tot aufgefunden worden. Die Polizei ging zunächst von einem natürlichen Tod aus. Eine spätere Obduktion ergab jedoch stumpfe Gewaltverletzungen am Kopf, woraufhin die Ermittler den Fall als Tötungsdelikt einstuften. Toxikologische Untersuchungen schlossen eine Überdosis aus; Verdächtige wurden damals nicht öffentlich genannt.

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Der nun wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagte Mann sagte aus, er habe dem Opfer nach einem Streit geholfen. Der Obdachlose sei in der Nähe des Rheinufers mehrfach gestürzt und habe sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Laut seiner Schilderung hätten er und ein 39-Jähriger den Mann zurück zu seinem Zelt gebracht, wo dieser später starb.

Die Staatsanwaltschaft vertritt eine andere Version der Ereignisse: Demnach habe der 39-Jährige das Opfer zunächst angegriffen, bevor sich der Angeklagte an der Schlägerei beteiligt habe. Der mutmaßliche Mittäter nahm sich während der Untersuchungshaft das Leben, sodass der Angeklagte nun als einziger vor Gericht steht.

Bis Mitte Dezember sind fünf weitere Verhandlungstage geplant. Das Gericht muss nun die widersprüchlichen Schilderungen der Tatnacht abwägen. Das Urteil wird von Beweisen abhängen, darunter forensische Gutachten und Zeugenaussagen aus der Obdachlosenszene.

Quelle