Mönchengladbach startet Pilotprojekt für modernes Gewerbegebiet auf Trabrennbahn-Areal
Janin FinkeMönchengladbach startet Pilotprojekt für modernes Gewerbegebiet auf Trabrennbahn-Areal
Mönchengladbach wird erste Stadt in Nordrhein-Westfalen in der Go4Commerce-Initiative
Mönchengladbach ist die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die sich der neuen Initiative Go4Commerce anschließt. Das Programm zielt darauf ab, brachliegende städtische Flächen in moderne Gewerbegebiete umzuwandeln – selbst dann, wenn die kommunalen Haushalte knapp sind. Ein mit 2,3 Millionen Euro vom Land gestütztes Bürgschaftsprogramm gibt den Startschuss für das Pilotprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn, das nun als Teststandort für gewerbliche Entwicklungen dienen soll.
Die Stadt hat mit dem Land eine formelle Vereinbarung zur Umsetzung der Initiative unterzeichnet. Als führender Partner wird Mönchengladbach eng mit lokalen Wirtschaftsverbänden und der Landesregierung zusammenarbeiten, um die Pläne in die Tat umzusetzen. Das 14 Hektar große Areal, das vollständig im Besitz der Stadt ist, ermöglicht zügige Fortschritte ohne langwierige Grundstücksverhandlungen.
Das Vorhaben ist Teil umfassender Bestrebungen, die Wirtschaft im Rheinland neu auszurichten. Go4Commerce wird durch eine landesweite Bürgschaft in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützt, die Kommunen in Zeiten des strukturellen Wandels finanziell entlasten soll. Bis 2029 soll das ehemalige Rennbahngelände betriebsbereit sein und Unternehmen attraktive Anbindungen bieten – an die Autobahn A44, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Flughafen Mönchengladbach. Strenge Vorgaben regeln jede Go4Commerce-Entwicklung: Dazu zählen eine effiziente Flächennutzung, umweltfreundliches Wassermanagement, erneuerbare Energien und eine gute Verkehrsanbindung. Die städtischen Pläne legen zudem Wert auf hohe architektonische Standards, damit sich das Gewerbegebiet harmonisch in das städtische Umfeld einfügt.
Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt zur Belebung der Mönchengladbacher Wirtschaft. Mit gesicherten Landesmitteln und einem klaren Zeitplan kann die Stadt nun die Umgestaltung des Geländes vorantreiben. Bei Erfolg könnte das Modell auf andere Standorte im Rheinland übertragen werden, um auch dort das wirtschaftliche Wachstum zu fördern.






