29 April 2026, 20:13

Mönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für Infrastruktur – doch es reicht nicht

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Gebäuden, Grünflächen und verschiedenen städtischen Elementen einschließlich Schienen und Beschilderung.

Mönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für Infrastruktur – doch es reicht nicht

Mönchengladbach erhält in den nächsten zwölf Jahren rund 149 Millionen Euro im Rahmen eines großen Landesinvestitionsprogramms. Die Mittel stammen aus einem 31,2-Milliarden-Euro-Programm, das darauf abzielt, die lokale Infrastruktur in ganz Nordrhein-Westfalen zu modernisieren. Die Verantwortlichen begrüßen die Förderung, warnen jedoch, dass der langfristige Bedarf die verfügbaren Ressourcen bei Weitem übersteigt.

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Der zwölfjährige Plan der Landesregierung umfasst insgesamt 31,2 Milliarden Euro, wobei 21,1 Milliarden aus dem Bundes-Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" stammen. Davon fließen 10 Milliarden Euro direkt an die Kommunen, wobei die Hälfte für Schulen und Bildungseinrichtungen vorgesehen ist. Weitere 20 Prozent sind für energetische Sanierungen und Klimaschutzprojekte reserviert.

Stadtdirektor und Kämmerer Michael Heck betonte die finanzielle Belastung der Kommunen und wies darauf hin, dass Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen in der Regel fast 80 Prozent der Infrastrukturkosten selbst tragen. Er versprach, die neuen Mittel verantwortungsvoll einzusetzen, damit sie den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Den Ratsmitgliedern wird in Kürze ein detaillierter Finanzbericht vorgelegt, der die geplante Verwendung der Gelder aufschlüsselt.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs unterstrich die Dringlichkeit der Investitionen nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung. Er machte deutlich, dass der tatsächliche Bedarf der Kommunen die aktuellen Zuweisungen bei Weitem übersteigt. Heinrichs kritisierte zudem, dass das Land keine nennenswerten Pauschalzahlungen für bundesweit ausgewiesene Investitionsbereiche bereitstelle. Seine Prioritäten liegen in den Bereichen Bildung, Kinderbetreuung, Verkehrsinfrastruktur und Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes.

Die für Mönchengladbach vorgesehenen 149 Millionen Euro sollen in den kommenden zwölf Jahren zentrale Handlungsfelder abdecken. Zwar bietet die Förderung dringend benötigte Unterstützung, doch die Verantwortlichen machen deutlich, dass die anhaltende Unterinvestition eine Herausforderung bleibt. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die Mittel effizient zu verteilen, um die drängendsten Infrastrukturprobleme zu lösen.

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